Klettersteige am Gardasee

Klettersteige am Gardasee

Eigentlich hatte der Klettersteigkurs schon im Sommer statt finden sollen, musste aber kurzfristig auf den Oktober verschoben werden und nun war es endlich soweit. Vom Flughafen brachte mich Chrissie bei Kathrin (mit ihr war ich letzten Herbst auf der Faneshütte und im Sommer auf der Kampenwand) vorbei und wir fuhren nahtlos zum Gardasee weiter. Abends gab es noch eine schnelle Pizza mit Achim (unserem Klettersteigführer) und Anna (mit ihr war ich im Sommer auf dem Schinder) in Arco und dann fiel ich auch schon müde ins Bett. War ja auch ein langer Tag gewesen. Morgens noch in Olhao, abends schon in Arco… Nach dem Frühstück ging es dann frisch gestärkt zum ersten Klettersteig am Colodri. Ein wenig Schiss hatte ich ja schon. War ja schließlich mein erster Klettersteig (Anna und Kathrin hatten schon welche im Frühjahr gemacht). Aber wir sind ja auch ein ‚Schisserkurs‘ wie Anna immer sagt, also gehört das wohl dazu 😉 Ich bekam von Achim noch eine kurze Einführung und schon ging es los. Zwischendurch gab es schöne – wie Björn immer sagt – „Tiefblicke“ und ich hatte leichte Wackelknie, aber insgesamt alles halbe Höhe und es machte total Spaß. Oben abgekommen wollte ich gleich den nächsten machen 🙂

Aber erst einmal ging es auf der Rückseite des Colodri den Fußweg unterhalb der Burg hinab nach Arco, wo wir eine Pause mit leckerem Espresso bei schönstem Sonnenschein machten. Am Nachmittag fuhren wir dann nach Dro zum Rio Sallagoni Klettersteig. Der führt durch eine Schlucht und war auch gleich etwas anspruchsvoller. Der erste Teil (der leicht überhängend war) hat mich dann auch ein paar Nerven gekostet, aber geschafft haben wir ihn trotzdem ganz gut. Allerdings war ich danach ziemlich platt.

Auf dem Weg nach unten bin ich auch prompt auf dem losen Schotter ausgerutscht und habe meinen Knöchel umgeknickt. Scheine gerade etwas unfallgefährdet zu sein… Aber auch das ist gerade nochmal gut gegangen und ließ sich mit etwas Diclofenacsalbe beheben. Abends gab es wieder Pizza, diesmal im Ai Conti, was sich in einem uralten Gebäude mit imposanter Deckenbemalung befindet. Speisen mit Stil 😉
Am nächsten Tag ging es nach Biecesa zum Klettersteig auf den Cima Capi. Einer der wegen seiner schönen Aussicht beliebtesten Klettersteige an Gardasee. Ob des schönen Wetters war er auch heute gut besucht (im Sommer muss er allerdings die Hölle sein. Da dürfte man da im Stau stehen). Als das Getümmel am Einstieg erstmal überwunden war, war es der pure Genuss.

Wieder Unten konnten wir im netten Cafe La Grotte noch die Sonne genießen und Abends gab es dann wieder Pizza. Der letzte Tag brach an. Heute stand ein Klettersteig am Monte Baldo (auf der anderen Seeseite), der Gerardo Sega, auf dem Programm. Anna machte sich schon seit dem Vortag Sorgen, aber Achim behauptete steif und fest der Klettersteig wäre nicht schlimmer / schwieriger, als die der vorherigen Tage (allerdings vergaß er zu erwähnen, dass er WESENTLICH ausgesetzter und länger ist, als alle anderen). Hätte ich vorher gewusst, was da auf mich zu kommt, hätte ich es wohl nicht gemacht… Die erste Hälfte bestand hauptsächlich aus all den Sachen, die ich beim Wandern hasse. Aber von Vorne: der Einstieg bestand aus einer 8 m hohen Leiter, die senkrecht eine Felswand hinauf ging. War zu schaffen, aber als Einstieg für mich auch nicht gerade entspannt. Kaum oben angekommen, ging es auf einem 1-2 Fuß breiten Sims in beeindruckender Höhe an einer Felswand entlang (heißt es ging links von mir richtig in die Tiefe und meine Knie haben gezittert wie nichts Gutes).

Nach der ersten Kurve wurde der Sims etwas breiter, dafür kamen nun noch Büsche hinzu, über die man die Sicherungen des Klettersteigsets schleifen musste. Das hinaufklettern in einer Rinne sorgte für ein wenig Entspannung bzw. Befreiung von den ewigen „Tiefblicken“, dafür musste man kurze Zeit später auf einem schmalen Pfad einen steilen Grashang queren und zwar ohne Sicherungsmöglichkeit. Auch nicht nach meinem Gusto… Gesichert ging es dann wieder auf dem Sims weiter, einmal sogar etwas überhängend um eine Ecke, um dann ungesichert auf einem breiteren Sims durch einen schwer beeindruckenden Felsendom zu führen. Die Szenerie war unglaublich imposant und das trotz schwitziger Hände und Wackelknie. Am Ende des Sims gelangten wir an einen bewaldeten Rücken, wo wir eine kleine Pause einlegten (die war auch nötig, nach dem ganzen Gezittere brauchte ich dringend etwas Nervennahrung). Danach ging es für meinen Geschmack etwas entspannter weiter. Technisch war es zwar eigentlich schwerer, da nun viel geklettert werden musste, aber es war nicht mehr ganz so ausgesetzt. Einen Anflug von Panik bekam ich nur noch einmal, als Anna Achim mitteilte, dass sie keine Kraft mehr hätte und wie weit es noch wäre, damit sie sie sich einteilen könne. Achim war scheinbar auch schon etwas angespannt und antwortete nur, was sie sich denn da noch einteilen wolle, wenn sie eh nicht mehr könne. Da beide direkt über mir waren, sah ich Anna schon auf Achim fallen und mir beide auf den Kopf purzeln. Also Augen zu und durch. Hat Anna zum Glück auch gemacht und da es tatsächlich die Ausstiegswand wa, war es auch bald vorbei. Noch ein letzter Spreizschritt und wir waren auf dem Plateau und der Gerardo Sega war erfolgreich beendet. Was für eine grandiose Tour. Im Leben hätte ich nicht gedacht, dass ich mich jemals so etwas trauen würde!

Durch schönste Herbstlandschaft ging es dann zurück zum Auto. Noch eine Einkehr im Albergo Albino, diesmal mit Pasta statt Pizza und dann ging es zurück nach München. Am nächsten Morgen brachte mich die Deutsche Bahn ausnahmsweise mal völlig komplikationslos zurück in die norddeutsche Tiefebene. Eines ist sicher, es werden nicht meine letzten Klettersteige gewesen sein und eine Weihnachtgeschenkidee für den Göttergatten habe ich schon 😉

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Sonne, Sand und Meer – Portugal

Sonne, Sand und Meer – Portugal

Ganz untypisch für uns ging es in den Herbstferien mal nicht in die Berge, sondern zum Familienurlaub mit dem Bruder + Familie nach Portugal. Das stellte sich als gute Entscheidung heraus, denn so hatten wir, die vom total verregneten norddeutschen Sommer Geplagten, die Möglichkeit noch einmal richtig Sonne zu tanken. Während der ganzen Woche kein einziges Wölkchen am knallblauen Himmel und Temperaturen zwischen 25-28 C.


Untergekommen waren wir in Olhao, einem Städtchen an der Algarve, bekannt für seine Markthallen (vor allem für die Fischhalle – die größte an der Algarve), den samstäglichen Bauernmarkt und die vielen guten Fischrestaurants mit Fisch so frisch, dass er fast noch vom Teller hüpft. Der Nachteil: Olhao hat keine eigenen Strand. Ist aber gleichzeitig auch ein Vorteil, da es dadurch für die Algarve noch recht untouristisch und ursprünglich zu geht. Es gibt eine pittureske Altstadt mit vielen verwinkelten Gässchen und das Naturschutzgebiet Rio Formosa mit seinen vorgelagerten Inseln beginnt direkt vor Olhao.
Morgens konnten wir wunderbar zum Sonnenaufgang an der Promenade entlang joggen und die Fischer, Wasservögel und Arbeiter auf den Muschelbänken beobachten.


Am ersten Tag waren wir am Strand von Fuzeta. Da Armona vorgelagert ist, lässt es sich dort gut im Meer schwimmen und ist für Kinder ideal zum Planschen und Sandburgen bauen (dementsprechend schlecht gelaunt war Oskar, als er dort wieder weg musste). Einen Nachmittag verbrachten wir in Faro, das auch ganz nett ist.

Am meisten Zeit haben wir jedoch auf der Ilha de Culatra verbracht. Insgesamt waren wir 3x dort. 2x sind Björn und ich mit dem Boot zur Siedlung Culatra und von dort den Strand entlang, immer dem Leuchtturm entgegen, nach Farol gewandert und von dort mit dem Boot zurück.

Beim ersten Mal ist mir allerdings ein kleines Malheur passiert. Auf der Treppe hinunter zum Boot, machte es plötzlich wusch und mein Fuß rutschte weg, ich landete auf dem Hosenboden, alle Umstehenden schrien auf, ich rutschte noch zwei Stufen weiter und sah mich eigentlich schon im Hafenbecken liegen, zum Glück kam ich doch noch vorher zum stoppen. An Bord des Bootes wurde mir erstmal die Familienflasche Jod gereicht und im Anschluss ein Liter Chlor auf die Treppe gekippt. Scheint wohl öfter zu passieren… Die nähere Inspektion meinereins stellte dann links eine aufgeschlagene Ferse, rechts mehrere blutige Kratzer am Knöchel, einen aufgeschlagenen rechten Ellbogen und eine schmerzende rechte Hüfte (zierte später ein handtellergroßer blauer Fleck, der immer noch nicht weg ist) fest. Außerdem sah ich aus wie ein Schleimmonster (zumindest am Po und auf der rechten Seite). Alles in allem aber Glück gehabt… Oskar stellte am nächsten Tag sehr treffend fest: ‚Tante Tina- Du bist die Treppe hinunter gerollt!‘ Wie wahr 😉 Beim dritten Mal sind wir gleich mit Chrissie und Oskar zusammen nach Farol gefahren. Lei wollte in Olhao bleiben (und Oskar meinte auch, sie solle sich mal ausruhen). Wir hatten einen wunderbaren Tag am Strand mit Wellen hüpfen, Muscheln sammeln, Pink Lemonade und Café in der netten Strandbar trinken (zwischenzeitlich dachte ich mal wieder an einen Jobwechsel…). Der Tag erfuhr noch seine absolute Krönung als mehrere Delfine in Sichtweite vorm Strand vorbei schwammen! Wie schön!
Am letzen Tag machten wir noch eine 2 stündige Bootstour. Erst durchs Rio Formosa Naturschutzgebiet. Da gerade Ebbe war, konnten wir viele Vögel (Störche, Kraniche, Reiher, Austernfischer, Möwen etc.) und die Muschelstecher bei der Arbeit sehen. Dann ging es an Armona vorbei zum äußersten Zipfel von Culatra. Hier durften wir im flachen Wasser aus dem Boot aussteigen und zur Insel waten. Nach einer halben Stunde Muschel suchen und Freude an der schönen Szenerie ging es wieder an Bord und zurück nach Olhao. Nach dem schönsten Urlaubserlebnis gefragt, sagte Oskar: ‚die Barfußinsel‘ und wie recht der Kleine hat!

Viel mehr bleibt nicht zu erzählen. Außer, dass sich Björn und Chrissie redlich Mühe gegeben haben die Unterwasserpopulation in Form von Meeresfrüchteplatte (die wirklich beeindruckend war), div. Muscheln und Fischen zu dezimieren.

Außerdem hat Chrissie seinem Ruf als guter Koch alle Ehre gemacht. Die Tigergarnelen und vor allem der Reballo waren exzellent. Mitten in der Nacht ging es dann zum Flughafen. Björn flog nach Hamburg in den Regen. Wir mit zwei verschiedenen Flugzeugen, aber nur 15 min Unterschied, nach München. Gemeinsam fuhren wir in die Stadt, dann hieß es Abschied von der Familie nehmen, denn auf mich wartete schon das nächste Abenteuer!

Castillo Mayor – Berge, die nicht sein müssen

Castillo Mayor – Berge, die nicht sein müssen

Nachdem es letzte Nacht ein ordentliches Gewitter gegeben hatte, war es morgens sehr bedeckt und auch etwas kühler. Die anderen wollten heute nicht mehr wandern, aber Björn ließ sich überreden (was er hinterher bedauert haben dürfte…).


Der Castillo Mayor (2015m) laut Wanderführer „eine Aussichtswarte ersten Ranges“, hielt nicht, was er versprach. Erst steil durch einen Wald, dann sehr steil auf Schotter, weiter durch Buchsbaum, im weiteren einen Hang hinauf, wo man zwischen dem Gestrüpp immer wieder den Weg verlor, bis zur Hochebene – La Plana. Die Hochebene wiederum war ganz schön, leider fing es aber an zu regnen und wir haben erstmal unter unserer Rettungsfolie gepicknickt. Von hier aus sollte es bis zum Gipfel nicht mehr sehr weit sein, noch ca. 250 Hm und gerade den breiten Karstrücken hinauf. Björn meinte, man könnte gleich darauf verzichten – ich wollte es gerne versuchen (die schöne Aussicht…). Mittlerweile hatte der Regen auch wieder aufgehört. Die Folge war, dass wir eine 3/4 Stunde den blöden Hang hochgestiefelt sind. Den beschriebenen Weg konnten wir nicht finden, da von den Orientierungspunkten „2 markante Ahornbäume“ schon mal einer fehlte (undwelcher ist dann der Linke?). Das scharfkantige, spaltenreiche und von großem Schotter durchsetzte Karrengestein nervte ziemlich bis sehr und so beschlossen wir, als immer noch kein Ende in Sicht war, bei einem großen Felsblock umzudrehen. Keine Aussicht, nur eine Schafherde, die man auf dem hellen Gestein fast nicht sehen konnte und ein Karstrücken, der sich beim hinunter gehen als noch garstiger entpuppte, als beim hinauf. Beim weiteren Abstieg, gab es zum Trost noch ein paar Geier und ganz unten wieder Regen 🙁 Wahrlich ein Berg der nicht sein muss. Zurück auf dem Campingplatz fiel mir erstmal auf, dass der Castillo Mayor von überall zu sehen ist und, dass uns wohl gerade mal 50 Hm bis zum höchsten Punkt gefehlt haben dürften…


Pünktlich für den Weg zum Abendessen zeigten sich ein paar Geier bzw. Raubvögel überm Platz. Mittlerweile können wir schon richtig gut die Silhouetten erkennen. Heute waren es ein Milan, drei Gänsegeier, ein Schmutzgeier und eine Art Habicht. Das Wetter war auch wieder schön genug, so dass wir das letzte Essen auf dem Balkon genießen konnten.

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Senda muy peligrosa

Senda muy peligrosa

Es ist heiß, sehr heiß – daher stand heute nur eine kurze Tour zu einem Wasserfall  bzw. zur Surgencia del Rio Yaga auf dem Programm. Schon die Anfahrt hatte einiges zu bieten. Eine schmale, steile, kurvenreiche Straße schlängelte sich den Berg hoch. Die vielen Schlaglöcher sorgten immer wieder für abruptes Abbremsen. 


Am Ausgangspunkt in Escuain angekommen warnte uns ein Schild vor dem gefährlichen Pfad: unser Abstieg. Fast wäre unsere Tour bereits an der ersten Seilversicherung zu Ende gewesen, da nicht alle von uns auf Anhieb dieses Hinderniss überwinden konnten bzw. wollten. Nach einigen Versuchen hatten wir aber alle vier die kleine Kletterei hinter uns gebracht. Weiter ging es steil (und ich meine steil!) bergab. Immer wieder waren die Hände oder der Hintern nötig um weiter zu kommen. 


Unser Weg führte uns durch eine kleine Höhle, am anderen Ende wieder hinaus und weiter steil dem Schluchtboden und dem Wasserfall entgegen. 


Dort angekommen hatten wir diesen schönen Ort zunächst ganz für uns. Felsen zum Kraxeln, hohe Felswände links und rechts, Wasser, welches von Wasserbecken zu Wasserbecken plätscherte, ein Wasserfall und natürlich auch wieder ein paar Geier, die in der Felswand niesteten. Perfekt. Nach einer Weile wurde die Idylle ein wenig von einer Gruppe, die Canyoning machte, gestört, aber auch ganz spannend zu sehen. Im späteren Verlauf musste der Trupp eine Menge Spaß gehabt haben. Bei unserem Aufstieg zurück nach Escuain, hörten wir immer wieder ihr Juchzen die Schluchteände hinauf hallen. Sollten wir wohl doch mal ausprobieren… Angeblich ist Canyoning auch in Spanien erfunden worden. Den Nachmittag verbrachten wir zwar nicht Canyoning, aber wieder mit Planschen im Fluß.


P.S. Der vorgestern fotografierte Vogel war dann leider doch kein Bartgeier, sondern ein Alimoche – ein Schmutzgeier, wie wir einer Übersichtstafel in Escuain entnehmen konnten.

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Fast keine Geier

Fast keine Geier

Um es gleich vorweg zunehmen: heute habe wir nur einen Geier gesichtet (aber vermutlich wieder einen Bartgeier). Dafür aber auch ein Reh, diverse Murmeltiere, Kühe, Pferde und allerlei uns unbekannte Vögel. 


Aber der Reihe nach. Nach unseren letzten Ausflügen ging es diesmal in das Valle de Pineta. Nach einem sehr steilen Anstieg durch den Wald gelangten wir auf eine schöne Hochebene, die Llanos de La Larri, die an drei Seiten von Bergrücken eingeschlossen ist und eine prächtige Sicht auf den Monte Perdido bietet. Am Ende des Tals stürzt ein Wasserfall, der Salto de la Larri über mehrere Stufen in die Ebene und hier ließ sich wunderbar rasten. Zum Glück sind wir heute früh aufgebrochen und konnten die friedliche, ruhige Atmosphäre genießen. 


Als dann die erste Busladung Wanderer in der Ferne auftauchte, war es an der Zeit zu gehen. Ähnlich steil ging es auch wieder hinab. Diesmal immer einem weiteren Wasserfall, dem Cascadas de la Larri folgend. Den Nachmittag verbrachten wir wieder (da mittlerweile die 30 Grad geknackt sind) am bzw. im Fluß. Sehr erfrischend.

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Viele, sehr viele Geier

Viele, sehr viele Geier

Ab heute steht fest: Geier sind die Murmeltiere der Pyrenäen. Hatten wir gestern schon den Eindruck sehr viele Geier gesehen zu haben, stellte der heutige Tag alles in den Schatten. Auf dem Weg zu unserem heutigen Spaziergang sind wir anscheinend an einem Nacht- oder Futterplatz von Gänsegeiern vorbeigekommen. 

 

Bestimmt 50 Tier kreisten über uns in der Luft und auf dem Hang war ein ständiges Starten und Landen wie auf dem Charles de Gaulle Flughafen zur Rushhour – unglaublich. Jetzt ist eine Steigerung wohl wirklich nicht mehr möglich. Und ich hatte kurz zuvor im Auto noch behauptet ich würde heute keine Geier mehr fotografieren, da ich mittlerweile genügend Geierfotos hätte…


Unsere Tour auf dem Camino de los Miradores führte uns dann auch prompt zu einem der besten Beobachtungsplätze für Bartgeier (bzw. Lämmergeier) in Spanien bzw. Europa – laut einem Ornithologen den wir an einem der Miradores trafen. Bartgeier sind recht selten, europaweit gibt es wohl nur knapp 300 (und 150 davon sind in Spanien zu finden). Anscheinend haben wir sogar Glück gehabt und einen gesehen – zumindest sieht der Vogel auf dem Foto anders aus als die ‚üblichen‘ Gänsegeier. Genau läßt sich das aber wohl erst sagen, wenn man das Foto auf dem Rechner sieht… 


Ansonsten gab es viele nette Aussichtspunkte auf der Tour und zum Schluss das weitgehend verlassene, aber hübsch am Hang gelegene Dorf Revilla. Danach ging es wieder heim und dort an den eiskalten Fluss mit seinen einladenden Gumpen unterhalb des Campingplatzes. Bei den mittlerweile sehr heißen Temperaturen hier eine willkommene Abwechselung.

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Zwischen Geiern

Zwischen Geiern

Nach einem Ruhetag, sollte es heute zu den westlichen Steilklippen des Cañon de Añisclo und auf den Pico de Mondoto (1957m) gehen.


Also wieder auf der kurvigen, schmalen Straße in den Nationalpark und im kleinen Dorf Nerin parken. Von dort ca. 1,5 Std. einen schottrigen Hang und weiter den Bergrücken hinauf bis zum höchsten Punkt direkt an der Abbruchkante. Ein fantastischer Tiefblick eröffnete sich uns. 1000 Meter ging es vor unsere Füßen hinab und ganz unten leuchtete der Rio Bellos, den wir vorgestern entlang gelaufen waren. 


Und als wäre all das noch nicht genug, kreisten über und unter uns majästetisch mehrere Gänsegeier. Noch nie hatten wir so große Vögel so nah gesehen.  Es wirkte fast so, als würden sie uns beäugen und die eine oder andere Runde extra drehen. Ein wunderschöner Rastplatz mit sensationellem Blick, den wir erst nach einer Stunde Schauen wieder verlassen konnten. 


Nach dem Abstieg tranken wir noch einen Cortado im nächsten Ort Fanlo (diesmal in einer Bar mit Panoramablick) und kehrten dann zufrieden zum Campingplatz zurück. Endlich ist es abends warm genug, dass es sich wunderbar länger draußen sitzen läßt 🙂

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1 Comment for “Zwischen Geiern”

Chrissie

says:

Ist doch klar, dass die Geier über Euch kreisen, wenn die vier verrückte an einer Abbruchkante stehen sehen…

Unter Geiern

Unter Geiern

Nach der etwas anstrengenden Tour gestern hatten wir uns für heute eine ‚Genusswanderung‘ durch den Cañon de Añisclo entlang des Rio Bellos vorgenommen. Vielleicht hätten wir die Beschreibung der Tour lesen sollen. Dann hätte uns die Dauer von knapp 6 Stunden eventuell stutzig gemacht. 


Stattdessen brachen wir in Erwartung eines ausgedehnten Spaziergangs auf und waren gleich von einem Schwarm Gänsegeier fasziniert, der der über uns seine Kreise drehte. In der gegenüber liegenden Steilwand entdeckten wir sogar ‚Junggeier‘, die etwas gerupft aussahen. In freier Wildbahn haben wir sie vorher noch nicht zu Gesicht bekommen. Weiter ging es, immer in der Nähe des Flusses, stetig bergauf. Leider wurde der Wald immer dichter und bot uns kaum noch Ausblick. Zunehmend gelangweilt liefen wir weiter auf dem Pfad der immer steiler und blockiger wurde. Nach etwa 3,5 Stunden gaben unser Freunde auf und traten den Rückweg an. Wir wollten noch weiter, aber 40 Minuten später hatten wir auch keine Lust mehr auf Buchenwald. 
Selbstverständlich holten wir uns noch eine ordentliche Portion Regen beim Abstieg ab. Insgesamt irgendwie unbefriedigend die Tour…


Das 3-Gänge Menü zum Abendessen wird uns aber wohl versöhnen. Das Campingplatz Restaurant ist sehr gut, die Portionen riesig, der Wein im Preis von 14€ bereits inbegriffen und  Geier lassen sich auch gleich noch vom Tisch aus auf dem gegenüberliegenden Hügel beobachten. Die Abendunterhaltung ist also gesichert.

P.S. Beim Abendessen sahen wir ca. 15 Geier kreisen.

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Abenteuerliche Wege um den Cañon de Añisclo

Abenteuerliche Wege um den Cañon de Añisclo

Nach dem gestrigen Tag, der außer Regen, einem Besuch in Ainsa (hübsche Altstadt) und unserem Umzug auf einen Campingplatz in der Nähe des Parque National de Ordesa y Monte Perdido, nicht viel zu bieten hatte, stand heute wieder eine Wanderung auf dem Plan. 


Zunächst liefen wir auf breiten, gut gekennzeichneten Weg in den Nationalpark. Die Landschaft hier hat sich im Vergleich zum Parque National Aigüestortes komplett verändert. Riesige und stark zerklüftete Felswände aus Sandstein türmen sich in der Landschaft, die von tiefen Schluchten zerschnitten wird. Nachdem wir ein altes Dorf hinter uns gelassen hatten, kamen wir an den Rand des Cañon de Añisclo, stiegen hinab und folgten eine Weile dem Rio Bellos.


Der Charakter der Tour änderte sich schlagartig, als wir in einen ‚unscheinbaren‘ Abzweig abbiegen sollten. Der Wanderführer hatte in diesem Fall  etwas untertrieben. 


Der Pfad war scheinbar seit längerem nicht mehr benutzt worden, ziemlich zugewachsen und ging sehr steil bergauf. Nach einiger Zeit erreichten wir ein Felsband dem wir etwas gemütlicher eine Weile folgen konnten. Immer wieder gewährte uns der Weg schöne Tiefblicke auf den Rio Aso, der sich zunächst tief unter uns dahin schlängelte. Dann ging es plötzlich steil bergab. Was im felsigen Gelände noch ganz gut unter zuhilfenahme der Hände ging, wurde zusehends nerviger als der Fels in lehmigen Waldboden überging. 


Irgendwann erreichten wir das Flussniveau und standen zunächst vor einem Räsel: wo ist der Weg hin? Es gab keinerlei Markierung und keinen offensichtlichen Weg über den Fluss. Kurz bevor wir uns dazu durchgerungen hatten zurück zulaufen, entdeckten wir eine Möglichkeit zur Flussquerung und den weiteren Weg im Wald versteckt. Der Rest war dann ein Kinderspiel. Noch ein kurzer Stop in Buerba, einem typisch aragonischen Dorf mit alten Häusern und recht speziellen Schornsteinen und das Tagewerk war vollbracht. 

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Estany Negre de Peguera und weitere Estany

Estany Negre de Peguera und weitere Estany

Endlich wieder gutes Wetter. Der Plan für heute: der Estany Negre de Peguera auf 2335m Höhe und das Refugi Josep Maria Blanc. Laut Wanderführer 1050 Höhenmeter und etwas über 6 Stunden Gehzeit. Anfangs führte der Weg immer einem kleinen Bach folgend durch Wald bergauf bis wir zum ersten See, dem Estany Lladres, kamen. 


Nach kurzer Rast ging es weiter und weiter bergauf. Es wurde karger und große Felsblöcke säumten den Weg. Nach knapp 3 Stunden sahen wir die Staumauer des Estany Tort de Peguera und kurz darauf auch schon das daran liegende Refugi. Ein kurzer Abstecher zu unserem Ziel, dem direkt dahinter liegenden Estany Negre und auch schon wieder zurück zum Refugi.


Die Hütte liegt nicht nur traumhaft schön, sondern ist auch bewirtschaftet 🙂 Bei Brot und Cortado ließen wir uns die Sonne auf den Pelz brennen und freuten uns über die schöne Tour.


Auf dem Rückweg braute sich ein Gewitter zusammen. Zunächst grummelte es nur, dann wurden wir mit kirschkerngroßen Hagelkörnern bombardiert, die irgendwann wieder in Regenschauer übergingen.  Was solls, wir stapften weiter bergab. 1,5 Stunden vor dem Ziel stoppte der Regen und die Sonne kam noch einmal raus. Doch bevor wir uns an sie gewöhnen konnten, ging das Gewitter richtig los. Nass kamen wir am Campingplatz an, flüchteten in den Aufenthaltsraum und beobachteten bei Bier und Wein wie der Regen draußen stärker und stärker wurde und freuten uns es gerade noch rechtzeitig geschafft zu haben. Ein schöner Tag. 

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Niederschläge

Niederschläge

Der Regen hielt auch am Morgen an und wurde schließlich von einem Gewitter abgelöst, welches wieder von Regen abgelöst wurde… Die Wäsche war nasser als je zuvor und der Hintern langsam platt vom vielen herumsitzen. Immerhin passen in Martin und Natalies Vorzelt 4 Campingstühle, wenn man ein wenig zusammen rutscht. 


Erst gegen 13.00 Uhr blieb es eine Weile relativ trocken und dank ein wenig Wind und hin und wieder kurzzeitig auftauchender Sonnenstrahlen, ließ sich die vermaledeite Wäsche soweit trocknen, dass sie ins Zelt bugsiert werden konnte. Da es sich schon wieder dunkle Regenwolken nähern wird heute auswärts gegessen und wir hoffen auf den morgigen Tag ( und waschen tue ich diesen Urlaub nicht mehr).

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Encantats und Estany

Encantats und Estany

Trotz mieser Wettervorhersage sind wir heute zu einer Wanderung in den Nationalpark aufgebrochen. 


Zum Glück, denn das Wetter wurde doch noch sonnig und trocken, so dass wir unsere geplante 3 Std. Tour um den Estany de Sant Maurici (Estany heißt See auf  Catalan) zu einer 5 Std. Wanderung ausweiteten und auch noch einen Wasserfall, den Estany de Ratera und den Mirador de l’Estany  mitnahmen. Das hat sich absolut gelohnt! Die Berge und Seen waren wunderschön und insbesondere um den Estany de Ratera sah die Bergszenerie ganz anders aus, als wir es aus den Alpen gewohnt sind und die Encantats sind wahrlich imposant. Noch eine kurze Rast beim rustikalen Refugi Ernest Mallafre und dann ging es zurück. Reichte aber auch, denn die Tour und die Höhenmeter machten sich langsam in den Beinen bemerkbar. 

Da ich auf dem Campingplatz eine Waschmaschine gesehen hatte und die Klamotten langsam mal eine Wäsche vertragen konnten, wollte ich es mir einfach machen… Der Plan ging allerdings nicht ganz auf. Es fing damit an, dass für die Benutzung eine Waschmünze nötig ist, die der Typ vom Campingplatz erst auftreiben konnte, nachdem er sein ganzes Büro auf den Kopf gestellt und 2 Anrufe getätigt hatte (das dauerte schon eine Weile). Als ich dann in den Waschraum (hier sind auch die Spül- und Handwäschebecken) kam, ging ich auch gleich rückwärts wieder raus. Vier mehr oder weniger junge Männer hatten das mit dem Waschraum allzu wörtlich genommen und standen da nur in Unterhose und auch splitterfasernackt und wuschen ihre Wäsche oder auch sich… Wie auch immer, als ich später nochmal mein Glück versuchte, hatten besagte Männer dadurch, dass sie die Waschmaschine ohne Münze zu benutzen versuchten, es geschafft diese bis zum Rand mit Dreckwasser zu füllen. Der eine (mittlerweile zumindest mit einem Handtuch um die Hüften) wies mich, als er herein kam, dann auch daraufhin, dass die Maschine nicht funktioniert (ach, ne…), lud mich aber ganz freundlich auf englisch ein eines der Handwaschbecken zu „sharen“. Davon habe ich jedoch abgesehen. Am späteren Abend bekam ich den Typen vom Campingplatz dazu die Maschine wieder in Gang zu bringen. Das Trocknen der Wäsche sollte dich dann allerdings auch wieder hinziehen, da es in der Nacht anfing zu regnen…

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Auf nach Spanien

Auf nach Spanien

Der Regen nahm kein Ende und hielt sich bis in die Nacht. Morgens war es zwar relativ trocken, aber die weiteren Aussichten für den Rest des Tages und die folgenden Tage war eher schlecht. Daher brachen wir die Zelte ab und machten uns auf den Weg in den spanischen Teil der Pyrenäen. Durch hübsche Örtchen und über hunderte Serpentinen bergauf und bergab in dichtem Nebel ging es Richtung Grenze. Direkt hinter der Grenze stießen wir auf einen großen Supermarkt und nutzten die Gelegenheit unsere Vorräte aufzufüllen und konnten nebenbei XXL Wein- und Schnapsflaschen mit 4-5 Litern bewundern. Auch die Chips, Käse, Oliven und sonstigen Verpackungen waren im Supersize Format und entsprachen eher unserer Klischee-Vorstellung von Supermärkten in den USA. Den Autokennzeichen nach zu urteilen  scheinen hier aber vor allem Franzosen einzukaufen.

Weiter ging es durch ein paar hässliche Ski-Retorten-Orte ins hübsche Espot, welches direkt am Parc Nacional de Sant Maurici i Aigüestortes liegt. Wunderbarerweise schien hier die Sonne und wir fanden einen netten Campingplatz direkt oberhalb des Ortes mit schönem Blick auf die Berge und eine Pferdeweide. Und um das Glück perfekt zu machen, gibt es auch noch einen Pool 🙂

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Tag des Wassers

Tag des Wassers

Nach dem wir alle aus unserem komatösen Schlaf erwacht waren und unser erstes französisches Frühstück – Café, Baguette und Croissants – in Ruhe beendete hatten, ging es los zur ersten Wanderung des Urlaubs.


Ein schöner Spaziergang durch den Wald zu einem imposanten Wasserfall, angeblich einem der schönsten in den Pyrenäen, dem Cascade d’Ars.

Leider hielt das gute Wetter nicht. Kaum wieder am Campingplatz begann es monsoonartig zu regnen und zu gewittern ohne Pause. Auf dem Weg zur Toilette begegneten einem prompt riesige Kröten…

Bücher:

Ein langer, langer Weg in die Pyrenäen

Ein langer, langer Weg in die Pyrenäen

Diesen Sommer geht es mit Freunden in die Pyrenäen: zelten, wandern, rafting, faulenzen. 

Leider stand vor dem Vergnügen die Anfahrt. 17,5 Stunden, ohne nennenswerte Pausen. Die Rückfahrt machen wir in zwei Etappen, wir sind einfach zu alt für sowas 😉


Aber jetzt sind wir in Seix, die Zelte stehen mit Blick auf die Berge. Im Hintergrund rauscht ein Fluss und wir freuen uns schon auf das Abendessen im Ort, der, wenn uns unsere völlig übermüdete Wahrnehmung nicht täuscht, sehr schön ist. Vive la France.

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Tallinn

Tallinn

Am Freitag Abend sind wir für ein langes Wochenende in Tallin angekommen und mussten erstmal einen ordentlichen Temperatursturz verkraften: gestartet in Bremen bei 28 Grad, in Tallinn dann nur noch 8 Grad! Dank nahendem Mittsommer war es auch um 21:00 Uhr noch hell und die Stadt sehr lebhaft. Der erste Eindruck: eine schöne, aber sehr ‚geleckte‘ mittelalterliche Stadt. Aber erstmal zum Hotel und dann etwas essen. 


Erstaunlicherweise waren die meisten Restaurants so spät noch voll, obwohl der Reiseführer behauptete die Esten würden eher früh essen. Nach kurzer Suche landeten wir in einem veganen Restaurant und waren positiv überrascht: das Essen schmeckte unglaublich gut. Um 23.00 Uhr war es dann gerade am dämmern, als wir ins Hotel zurück kehrten… 

Unser Hotel liegt mitten in der Altstadt in einem sehr verwinkeltem und uraltem Gebäude. Der Frühstücksraum befindet sich im Kellergewölbe, dass mit seinen dicken Deckenbalken,Wandmalereien, Schwertern und Helmen an den Wänden recht museal wirkt.

Am nächsten Morgen ging es bei knallblauem Himmel und schönstem Sonnenschein auf den Domberg. In den frühen Morgenstunden war die Stadt noch nahezu ausgestorben und wir konnten den mittelalterlichen Charme der Altstadt bewundern. 


Nach und nach begegneten uns immer größere Mengen von Touri-Gruppen, verschiedenster Nationalitäten. An einem der Aussichtspunkte vom Domberg auf die Altstadt sahen wir auch die Ursache hierfür. Vier riesige Kreuzfahrtschiffe lagen in Tallinns Hafen vor Anker. 


Auf dem Domberg finden sich die Burg, die Alexander-Newski Kathedrale, mehrere Kirchen und Museen. 


Wir entschieden uns für das  ‚Kiek in de Köök‘ Museum in einem alten Wehrturm. (Angeblich konnte man vom Turm den umliegenden Häusern durch die Schornsteine in die Küchen gucken.) Neben einem schönen Blick auf die Stadt werden Waffen, Folterinstrumente und alte Pläne gezeigt. Auch das Gebäude selbst ist einen Besuch wert. 


Unser weiterer Weg führte uns zu weiteren Kirchen: die orthodoxen beeindrucken durch die umfangreichen Verzierungen, Ikonen und Kandelaber. Aber auch die schlichten Kirchen sind interessant und die Olaikirche war eine Zeit lang sogar das höchste Gebäude der Welt. Ist allerdings schon ein Weilchen her – von 1549-1625. 


Außerdem stießen wir immer wieder auf die Stadtmauer und ihre vielen Türme (von ursprünglich 40 Türmen sind immerhin noch 26 erhalten und einer heißt sogar Bremen).

Am Nachmittag machten wir noch einen Abstecher zum Fischmarkt, um von dort in den angesagten Stadtteil Kalamaja zu laufen – was eher enttäuschend war. Zwar besteht das Viertel hauptsächlich aus Holzhäusern, was ihm einen ganz anderen Charakter verleiht, aber wirklich sehenswert war er nicht. Vielleicht haben wir auch einfach nicht die richtigen Ecken gesehen… Dafür hatten wir mittlerweile einige Kilometer in den Füßen.

 

Für das Abendessen hatten wir uns ein Restaurant in der Nähe des Fischmarktes mit moderner russischer Küche ausgesucht. Auf dem Weg dahin, schallte uns laute Punk Musik entgegen und wir beschlossen noch einen Abstecher zu Quelle zu machen: ein OpenAir Punk Konzert – ganz klassisch mit Pogo, Bier und Iros (die Band sah altersmäßig allerdings mehr nach Schülerband aus). Sehr amüsant, aber wir hatten Hunger und sind zu alt für sowas 😉 


Am Sonntag wollten wir die Altstadt hinter uns lassen. Das Ziel war das Kumu (Museum für moderne Kunst) im Stadtteil Kadriorg und schon von Außen ein interessanter Anblick. Leider hatten wir nicht daran gedacht, dass das Museum an Pfingsten geschlossen haben könnte… Dafür kamen wir am Schloß Peter des Großen vorbei und flanierten ein wenig durch den Park. Es gab auch neue Warnschilder 🙂 


Außerdem fanden wir in Kadriorg die gestern gesuchten schönen, alten Holzhäuser.

Nach einem kurzen Zwischenstopp im Museum für estnische Geschichte spazierten wir zur Telleskivi Straße, wo auf dem Gelände einer aufgegebenen Fabrikanlage heute Popup Shops und Restaurants ihre Heimat gefunden haben. Ein Hipster Paradies, aber wirklich nett bei dem schönen Wetter. Mittlerweile ist es auch schon wärmer geworden und in  der Sonne ließ es sich sogar ohne Jacke und nur mit einem Pulli aushalten.

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Regen, nichts als Regen

Regen, nichts als Regen

Es regnete und sollte auch den Rest des Tages regnen. Also statt in die Berge noch mal nach Arco ein Kletterseil kaufen und auf dem Rückweg beim Weingut Madonna delle Vittorie für Wein und Grappa anhalten.


In Arco haben wir dann tatsächlich noch Harry und Sabine getroffen (2 Mitwanderer von der Fanes Hütte), die ebenfalls ihren Urlaub am Gardasee, allerdings in Malcesine,  verlängert hatten. Tja, Arco ist das Outdoor Shopping Paradies und was soll man bei Regen sonst machen 😉


Weiterging es nach Riva di Garda zum Kultur schnuppern ins Museum und zum Café trinken und leckere Crostata essen in dem sehr schicken 30er-Jahre Café Spiaggia degli Olivi, welches ursprünglich eine Badeanstalt war. Zwischenzeitlich hörte es sogar mal kurz auf zu Regnen. Das war allerdings nicht von Dauer. Gerade sehe ich schon unser Abendessen davon schwimmen. Es gewittert, der Regen prasselt nur so auf das Dach und die Straße vor dem Hotel hat sich schon in einen kleinen Fluß verwandelt…

Berge und Gärten

Berge und Gärten

Heute stand nur eine kurze Wanderung auf dem Programm. Der Himmel war morgens schon grau und für den frühen Nachmittag war Regen angesagt, außerdem saß die Tour von gestern noch in den Knochen.


Auf nach Prabione und auf den Monte Cas. Im dichten Wald ging es bergauf, immer abwechselnd über Stock und Stein und felsige Treppenstufen. Auf dem ersten Plateau angekommen, eröffnete sich  ein imposanter Tiefblick zum See. 600 Meter fiel die Wand vor uns ab.


Immer an der Abbruchkante entlang ging es weiter zur Wallfahrtskirche Santuario di Montecastello. Auf dem Weg lagen viele Höhlen und Stollen aus dem ersten Weltkrieg. In einer dieser Höhlen war sogar ein riesiger Scheinwerfer installiert mit dem die Täler ausgeleutet werden konnten.


Der weitere Wegverlauf war unspektakulär, trotzdem haben wir unsere Abzweigung verpasst und unfreiwillig die Tour ein wenig verlängert.


7 km – 300 Hm (↑↓)

Nach der Tour sind wir noch nach Gardone Riviera zum Giardino Botanico von André Heller gefahren. Den Eintrittspreis von 11 € fanden wir zwar recht gesalzen, aber der Garten ist einfach wunderschön gestaltet.

Wanderführer: Gardasee Michael Müller Wandern: Wanderführer mit GPS-kartierten Wanderungen 1. Auflage 2012, Seite 178, ** Von Prabione zur Wallfahrtskirche Santuario di Montecastello.

Höhentour über Limone: von Pregasina über Punta dei Larici & Cima Bal

Höhentour über Limone: von Pregasina über Punta dei Larici & Cima Bal

Bislang neigte unser Wanderführer eher  zur Übertreibung, was die Schwierigkeit der Touren anging. Daher waren wir von der heutigen Tour doch etwas überrascht, aber ich greife vor.


Bei blauem Himmel und strahlender Sonne ging es mit dem Auto auf schmaler Straße nach Pregasina. Dort angekommen, parkte  ein älteres Pärchen  rasant auf den 2 Parkplätzen neben uns schräg ein. Sie mit Regenhose und ballonseidener Sportjacke, er mit Cordhose, Parker und einem Cappy, welches sich in Auflösung befand. In der linken Hand eine gut gefüllte Papiertüte, in der rechten eine Flasche Wasser und auf dem Rücken ein Kinderrucksack. Wir waren sicher, die beiden wollten zum Friedhof, waren daher überrascht als wir es nach 10 Minuten hinter uns Schnattern hörten. Die beiden holten mit ordentlichem Tempo auf. Neue Hypothese: die suchen Pilze oder ähnliches. Unsere Wege trennten sich nach einer Weile und wir schlenderten weiter den Berg hinauf zum ersten Aussichtspunkt – dem Punta dei Larci. Beim Tee einschenken hörten wir die beiden  dann wieder. Sie noch immer die Hände in die Hüften gestemmt vorweg laufend, er mit Rucksack, Tüte in der einen, Flasche in der anderen Hand hinter her – die beiden hatten den etwas längeren Weg an den Steilwänden zum See entlang genommen. Ok wir müssen wohl mal unsere Vorurteile prüfen 😉


Weiter ging es den Berg hinauf erst zum Passo Guil und dann weiter zum Monte Guil. Ab dort waren laut Wanderführer Trittsicherheit und absolute Schwindelfreiheit erforderlich. Bis zum Passo Chiz war alles noch recht simpel. Der weitere Weg auf dem Grat mit ‚felsiger Kraxelei‘ war zwar sehr schön, aber doch deutlich fordernder als erwartet und die senkrechten Abbrüche taten ihr Übriges…


Der Abstieg war diesmal wirklich sehr steil und rutschig und wir mussten immer wieder mal die Hände zu Hilfe nehmen. Nach insgesamt 6 Stunden waren die Knie dankbar als wir endlich wieder am Auto waren.



11,5 km – 900 Hm (↑↓)

Wanderführer: Gardasee Michael Müller Wandern: Wanderführer mit GPS-kartierten Wanderungen 1. Auflage 2012, Seite 197, **** Höhentour über Limone:von Pregasina über die Punta dei Larici und die Cima Bal.

Hochebene von Tremosine

Hochebene von Tremosine

Heute sollte es von Campione auf die Hochebene von Tremosine nach Pieve di Tremosine und wieder zurück gehen.

Der erste Eindruck von Campione war trostlos. Eine schöne Strandpromenade und dahinter Ruinen einer Baumwollspinnerei sowie ein Bootparkplatz. Der graue Himmel tat ein Übriges.


Nun ja wir wollten ja eh nicht bleiben. Auf alten Treppen ging es steil den Berg hinauf und durch einen Tunnel.


Die nächste Passage war im Wanderführer als nur für „Schwindelfreie empfohlen“ beschrieben. So dramatisch war es allerdings gar nicht. Und von der Kletterei über Felsplatten haben wir gar nichts mitbekommen. So waren wir zunächst etwas desorientiert als wir auf der Hochebene ankamen und unseren Weg suchten.


Auch in weiteren Verlauf war die Beschreibung im Wanderführer nicht immer mit der Realität in Übereinstimmung zu bringen. Trotz eines kleinen Unweges sind wir dann aber in Pieve angekommen und haben eine Rast mit wunderschöner Ausicht genossen.

Der Abstieg war zwar wie beschrieben sehr steil, aber trotzdem gut zu gehen. Nach kurzer Zeit waren wir wieder am Ausgangspunkt unserer Wanderung.

8 km – 540 Hm (↑↓)

Wanderführer: Gardasee Michael Müller Wandern: Wanderführer mit GPS-kartierten Wanderungen 1. Auflage 2012, Seite 182, *** Von Campione auf der Hochebene von Tremosine nach Pieve di Tremosine.

Mont Colodri & Monte Colt

Mont Colodri & Monte Colt

Statt des angekündigten Regens erwarteten uns beim Aufwachen nur einige Wolken und sogar ein wenig Sonne. Also auf nach Arco und auf den Monte Colt.


Zunächst schlängelte sich der Weg durch lockeres Geröll, gesäumt von Steineichen und Buchen den Berg hinauf. Schon bald erreichten wir den Monte Colodri von wo es einen herrlich Blick auf den Gardasee gab.


Der weitere Weg zum Monte Colt blieb abwechslungsreich. Kurze Schotterfelder, Felsplatten, einige Grate mit Tiefblick sowie Stahlseile und Eisentritte wechselten einander ab. Wunderschön.

Obwohl wir gar nicht so hoch waren, max. auf 450 m, sind die Berge und Wege häufig steil und zum Teil ein wenig ausgesetzt. Gut so – ich muss ja noch ein wenig üben 😉


Auf dem Rückweg haben wir dann noch eine kurze Rast in Arco gemacht. Diesmal gab es Espresso mit Gingseng – interessant.

7 km – 500 Hm (↑↓)

Wanderführer: Gardasee Michael Müller Wandern: Wanderführer mit GPS-kartierten Wanderungen 1. Auflage 2012, Seite 59, **/*** Von Arco auf den Monte Colodri und den Monte Colt

Gardasee

Gardasee

Nach einer Woche auf der Fanes Hütte, stand eine weitere Woche mit dem Mann am Gardasee auf dem Programm.

Da das Wetter nicht sehr vielversprechend aussah und wir vor ein paar Jahren am Gardasee schon sehr schlechte Erfahrungen mit Regen (inkl. abgesoffenem Handy) gemacht hatten, sollte es heute nur eine kurze Tour sein. Gleich nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg von Torbole nach Tempesta auf dem Sentiero Panoramico Busatte.


An einem etwa 3 Meter hohem Felsblock haben wir gleich das Erlernte der letzten Woche umgesetzt und ein wenig Gehen auf stark geneigten Platten geübt.


Dann ging es schon weiter zu den 3 (teilweise sehr langen) Treppen, die sich an die Felswände schmiegen und einen schönen Blick auf den Gardasee erlauben.


Zum Kaffeetrinken sind wir zum See abgestiegen. Direkt am Wasser, mit Blick auf eine Surfklasse, die bei fast Windstille versuchte sich auf den Brettern zu halten, musste Björn dann den allgegenwärtigen Espresso mit Ingwersirup probieren – nicht mal schlecht, aber sehr süß.

Insgesamt eine nette, kurze Tour.

9,5 km – 300 Hm (↑↓)

Wanderführer: Gardasee Michael Müller Wandern: Wanderführer mit GPS-kartierten Wanderungen 1. Auflage 2012, Seite 74 **Von Torbole nach Tempesta: auf dem Sentiero Panoramico Busatte – Temesta

Alles hat ein Ende…

Alles hat ein Ende…

Morgens um 5.00 Uhr ging unser Zug nach Mailand. Beim und im Bahnhof fielen uns viele Menschen auf, die dort schliefen und es wirkte nicht so, als würden sie auf ihren Zug warten… Am Strand war uns das auch schon aufgefallen und ist viel sichtbarer als in Deutschland. Der Zug brauchte zwar fast 5 Std. dafür ohne Umsteigen die ligurische Küste entlang bis Genua und von dort nach Norden. Inklusive Stops an vielen bekannten (San Remo, Imperia, Finale, Savona etc.) und weniger bekannten Orten und einen Bilderbuch Sonnenaufgang über dem Meer. Es hatte ein wenig von Inter Rail zumal ein Großteil unserer Mitreisenden wohl so unterwegs war und alle irgendwann, irgendwie schliefen. Der Zug scheint aber ebenso beliebt für die Fahrt nach Hause nach einem Partyabend in den hiesigen Zentren Sam Remo und Imperia zu sein. Schwarz, kurz und bauchfrei ist bei den Mädchen ein muss – die Jungs halten es eher mit (extra so gekauften) kaputten Jeans. 80er pur.

In Milano Centrale rannten ziemlich viele Soldaten rum und auch vorm Bahnhof standen mehrere Militär-Unimogs mit ‚Operatione Strada Sicura‘ Aufschrift – Operation sichere Straße. Kann jetzt nicht behaupten, dass ich mich dadurch sicherer fühle… Wir bekamen sofort den Bus nach Bergamo und waren mehr als rechtzeitig am Fluhafen. Zeit genug um schon mal zu rechnen.

Hier die Bilanz:

Insgesamt 208,5 km gewandert, 10.610 Hm rauf und 10.730 Hm runter. Das sollte reichen 🙂

Wanderführer und Bücher

15. Tag: mehr Meer 

15. Tag: mehr Meer 

Der Tag begann mit einem üppigen, italienischen Frühstück (Brot und Marmelade, Croissants, Kuchen, Brownies, Makronen, frische Aprikosen – sie mögen es süß…) bei strahlend blauem Himmel auf der Dachterrasse. Danach ging es zur schönen Markthalle noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen und dann stand das Meer auf dem Programm. Ventimiglia hat zwar ’nur‘ Kiesstrände, dafür sind sie nahezu leer, das Wasser ist blaugrün und klar und bei den hiesigen Temperaturen um die 30 Grad sehr erfrischend. Es lässt sich schön in kleinen Buchten planschen oder an offeneren Stücken in den Wellen dümpeln. Genau so habe ich mir das Ende unserer Wanderung vorgestellt.

Wir unterbrachen das Baden nur um noch mal leckeres Eis zu genießen (das Zitroneneis hier ist unglaublich gut) und Wassermelone auf der Dachterrasse zu essen. Dabei hatten wir gute Unterhaltung durch die Schwalben, die es hier in Scharen gibt und die in Formation durch die Gegend und auf Beutezug sausen. Eine ihrer Hauptflugschneisen verlief direkt über unsren Köpfen, eine weitere auf Augenhöhe neben uns durch die angrenzende Gasse.

Das war ein ziemliches Spektakel! Abends folgte ein letztes, sehr leckeres, italienisches Essen in der Consani Osteria und uns erfüllte Wehmut, dass dieser wunderbare Urlaub nun vorbei sein soll…

14. Tag: Mit der Tendabahn nach Ventimiglia

14. Tag: Mit der Tendabahn nach Ventimiglia

Nachdem die Hippie-Engländer gestern noch das Rätsel um den Bahnhof gelöst haben, konnten wir ihn heute problemlos finden. Der Bahnhof ist auf halber Strecke zwischen Saorge und dem unten am Fluß liegenden Fontan, dazwischen liegt ein Berg und durch den führt ein Tunnel. Hatten wir schon gestern gesehen, sah aber so aus als dürften dort nur Autos durch (und wenn ein Bus durchfährt, was gestern der Fall war, wird es ganz schön eng….). Nun ja, die Engländer belehrten uns eines besseren ( ‚This is not Germany.‘ – weiß ich ja…). Trotzdem möchte ich NICHT einem Bus in dem 400m langen Tunnel begegnen. 

Das Bahnhofsgebäude wirkt etwas trostlos. Davor ein zerfallener Spielplatz und der größte Teil eingezäunt. In der ehemaligen Bahnhofshalle war soetwas wie ein Speisesaal eingerichtet. Unser erster Gedanke – wahrscheinlich eine Flüchtlingsunterkunft. Wir waren nur ein wenig über den provisorischen Swimmingpool auf dem Vorplatz verwundert. Dann stellte sich aber heraus, dass es sich um ein ein Ferienlager für Kinder von Angestellten der SCNF, der französischen Bahn handelt. Wie praktisch mit direkter Zuganbindung 😉


Die Tendabahn ist die direkte Verbindung von Cuneo nach Ventimiglia unter den Seealpen hindurch und verläuft auf französischem Gebiet durch das Roya Tal. Was zu der Kuriosität führt, dass eine Fahrkarte von Limone nach Ventimiglia (länger, aber italienischer Tarif) billiger ist als von eine von Tende nach Breil-Sur-Roya (kürzer, dafür französischer Tarif) Egal, denn wir haben gar nichts bezahlt, da es weder am Bahnhof, noch im Zug einen Automaten o.ä. gab. Mittlerweile gibt es nur noch 2 Verbindungen pro Richtung pro Tag und eigentlich soll sie ganz eingestellt werden, gegen den Widerstand der Bewohner der Region. Wird der Zug komplett eingestellt, müssten sie immer über Nizza oder Genua fahren, was 4-5x solange dauert. Die Zugfahrt dauerte eine 3/4 Std. und verlief größtenteils durch Tunnel, so dass nicht viel Landschaft zu sehen war. Bei der Ankunft in Ventimiglia waren wir erst ein wenig geschockt, wie laut und hektisch es ist und wie viele Menschen hier herumlaufen, obwohl es eigentlich nur 25.000 Einwohner hat. 


Vom Bahnhof ging es direkt in die Altstadt, welche ähnlich verwinkelt und zugebaut wie Saorge ist. Das B&B zu finden war nicht ganz einfach, da Google Earth unter Verwirrung litt. Die Gassen sind schmal, dicht hintereinander und führen teilweise unter den Häusern durch, so dass der GPS Empfang zu schlecht ist und die Wegbeschreibung hatten wir leider nicht ausgedruckt. Das B&B La Terrazza di Olivici ist in den oberen Stockwerken eines uralten Hauses untergebracht und hat eine wunderschön begrünte Dachterasse mit Blick auf die umliegenden Dächer und zum Meer. 


Unser weiteres Tagewerk bestand aus dem Kauf einer Badehose für Björn, Baden im Meer, Eis essen und Erkundung der Altstadt. Als wir uns abends auf die Suche nach einem Restaurant machten, kamen wir um eine Ecke und wer saß da auf einer Bank? Ursel und Ralf. So gab es wieder ein gemeinsames Abendessen – diesmal allerdings am Meer. 


Zum Abschluss noch ein Grappa in der Altstadt. Der Wirt schleppte uns freundlicherweise sogar noch einen Tisch und Stühle auf die Straße – die Bank hätte uns aber auch gereicht…

Saorge – Ventimiglia +0Hm / -510 Hm unterwegs 3/4 Std. 😉