3. Tag: Ananas und Lavatunnel

In Erwartung der vorhergesagten 100% Regenwahrscheinlichkeit blieben wir heute in Ponta Delgada.

Da es morgens noch halbwegs trocken sein sollte, besuchten wir erstmal den wunderschönen Jardim Antonio Borges. Der Park ist zwar recht klein, aber auf mehreren Ebene angelegt mit Höhlen und Brücken. Außerdem gibt es riesige alte Bäume mit beeindruckendem Wurzelwerk.

Weiter ging es zu einer Ananas Plantage. Dort guckten wir uns die Gewächshäuser mit den Ananaspflanzen in verschiedenen Stadien an. Ein recht kurzweiliger Zeitvertreib und wir wissen nun das Ananas 18 – 24 Monate benötigen bevor sie essbar sind. Ananas waren sogar eine zeitlang eines der Hauptexportgüter der Azoren. Aber da die Ananas hier in Gewächshäusern gezogen werden, sind sie teurer als die Überseeware und decken mittlerweile nur noch den hiesigen bzw. portugiesischen Bedarf. Da sie nahezu reif geerntet werden sind sie saulecker und befinden sich zu meiner großen Freude jeden Morgen in unserem Hotel auf dem Frühstücksbuffet 🙂

Zurück in Ponta Delgada besuchten wir das naturhistorische Museu Carlos Machada in einem ehemaligen Nonnen Kloster: Raum nach Raum eingelegte, präparierte und ausgestopfte Fische, Vögel, Säugetiere und Insekten. Dazu drei Zweiköpfige Kälber – spannend aber seltsam.

Der zweite Teil des Museums mit dem Schwerpunkt sakrale Kunst ist in einer ehemaligen Kirche, der Igreja do Colegio untergebracht. Die sakrale Kunst war nicht wahnsinnig interessant, viele gekreuzigte Jesusfiguren. Allerdings gab es auch einen imposanten geschnitzten Altar für den alleine sich die 2 EUR Eintritt gelohnt haben.

Zum Abschluss des Tages besuchten wir noch die Gruta do Carvao. Ein etwa 10.000 Jahre alter Lavatunnel der ca. 15 Meter unter der Stadt verläuft. Besichtigen konnten wir zwar nur einen kleinen Teil, aber der war spannend zumal der Guide recht gut informiert war und viele Details auf eine sehr charmante Art vermittelte.

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