6. Tag Traversata della Ortica – die Brennessel Traverse

Heute sollte es von Valliera wieder auf den „richtigen“ GTA gehen. Wir wollten aber auf keinen Fall den steilen Graskamm wieder hoch. Zum Glück gab es eine Alternative – ein Weg der laut unserer Karte nicht immer markiert sein sollte – das könnte lustig werden 😉 Er war er jedoch durchgängig markiert, sogar sehr gut mit Pflöcken in der Wiese, die aus der Ferne gut zu sehen waren etc. Es ging durch zwei verlassene Dörfer – ein Jammer die schönen alten Steinhäuser so verfallen zu sehen und durch haufenweise Brennnesseln.  

 Kathi entpuppte sich zwar als alte Brennesselkämpferin seit Kindertagen, aber die ein oder andere hat uns doch an den Beinen erwischt (lange Hosen wären wohl eine gute Wahl gewesen). Den Graskamm mussten wir zwar nicht wieder hinauf, dafür diverse steile Serpentinen und letztendlich kamen wir nur ein kurzes Stück hinter unserem gestrigen Abzweig auf dem Kamm in Richtung Castelmagno heraus.  

 In Castelmagno hatte das Posto Tappa (günstige Unterkunft für GTA Wanderer) im Santuario San Magno leider noch nicht auf, so dass wir im Hotel La Font unterkamen. Es soll das älteste Hotel der Region sein und ist in einem wunderschönen alten Gebäude untergebracht. Unser Zimmer war sehr urig und hatte direkten Zugang zu dem über die ganze Fassade laufenden Balkon. Bloß die niedrigen Balken und Türen in diesen alten Häusern sind die Hölle. Mittlerweile habe ich schon drei Beulen am Kopf (1. Balken Balkontür Valliera, 2. Balken Eingangstür Valliera, 3. Balken Badezimmertür Castelmagno). In der Hinsicht bin ich wohl nicht so lernfähig…
Erst kamen wir uns ein wenig merkwürdig und sehr unter Beobachtung im La Font vor, da wir die einzigen Gäste waren, aber das Ambiente und Essen war so gut, dass wir beschlossen mal einen wohlverdienten Ruhetag einzulegen. (Es wurde auch mal wieder Zeit Wäsche zu waschen…) 

 Valliera – Castelmagno ca. 12 km +850 Hm / -650 Hm unterwegs 6 Std.