9. Tag: Höhlenforschung

Obwohl unser Zimmer komplett belegt war mit 9 Leuten, habe ich relativ gut geschlafen. Schade nur, dass die Italiener als erstes das Fenster zu gemacht haben, als sie nachts reinkamen. Die Luft war danach nicht mehr ganz so gut… 
Das Frühstück hielten wir kurz und brachen schnell auf.


 Es war wieder ein schöner Tag und wir gingen durch wahres Murmeltierparadies. Haufenweise huschten die Murmelis durch die Wiesen oder saßen auf Steinen und beäugten uns. Die Karstberge wurden sanfter und immer grüner, während wir das Tal hinunter wanderten. Nach einem felsigeren Stück, eröffnete sich ein wunderschöner Blick auf die hintereinander liegenden Bergketten Richtung Meer. 


Wir kamen durch die hübschen, alten Örtchen Canino superiore und inferiore, gönnten uns einen leckeren Cafe in der Foresteria, im Gegensatz zum Schäfer allerdings ohne Grappa um 10.00 Uhr morgen und dann ging es noch ein bisschen aufwärts durch Nadelwälder bis zum Zustieg zur Grotta delle Vene. Der Zustieg war Dank Seil als Aufstiegshilfe schnell geschafft. Der Eingang zur Höhle war mit einer Eisenleiter gut zu erreichen, danach musste man sich ein bisschen quetschen und konnte dann aufrecht tiefer gehen. 


Nach ein paar Metern ging es um eine Ecke und weiter mit leichtem Gefälle immer tiefer hinein. Wir sind ca. 200 m reingegangen und dann umgekehrt, die Höhle ist aber wesentlich länger. Sehr spannend! Beim Rauskommen trafen wir auf 2 Italiener, die allerdings keine Lampe dabei hatten. Sie bekamen erstmal unsere und kamen 10 min später genauso begeistert heraus wie wir 🙂 wir setzten unseren Weg fort, wurden dabei von Mountainbikern überholt, wo ich mich immer Frage, wie sie auf die Idee kommen ausgerechnet einen solchen Weg mit dem Fahrrad fahren zu wollen…. Der Weg führte an vielen bunten Blumen vorbei – erstaunlich, dass immer wieder Blumen auftauchen, die wir noch nicht gesehen haben – bis wir das wunderschön am Fuße des gleichnamigen Berges auf einer Hochebene gelegene Rifugio Mongioie erreichten. Wir genossen den Nachmittag in der Sonne, bis die herunter ziehenden Wolken das Haus in Nebel hüllten. 


Das Abendessen verbrachten wir in netter Gesellschaft von Ursel und Ralf und hatten für die Nacht unseren Schlafsaal für uns allein. Die Rifugio Leute waren so nett gewesen, alle Gäste auf unterschiedliche Zimmer zu verteilen. 

+350 Hm / -900 Hm ca. 13 km unterwegs 4 3/4 Std.