Sonne, Sand und Meer – Portugal

Ganz untypisch für uns ging es in den Herbstferien mal nicht in die Berge, sondern zum Familienurlaub mit dem Bruder + Familie nach Portugal. Das stellte sich als gute Entscheidung heraus, denn so hatten wir, die vom total verregneten norddeutschen Sommer Geplagten, die Möglichkeit noch einmal richtig Sonne zu tanken. Während der ganzen Woche kein einziges Wölkchen am knallblauen Himmel und Temperaturen zwischen 25-28 C.


Untergekommen waren wir in Olhao, einem Städtchen an der Algarve, bekannt für seine Markthallen (vor allem für die Fischhalle – die größte an der Algarve), den samstäglichen Bauernmarkt und die vielen guten Fischrestaurants mit Fisch so frisch, dass er fast noch vom Teller hüpft. Der Nachteil: Olhao hat keine eigenen Strand. Ist aber gleichzeitig auch ein Vorteil, da es dadurch für die Algarve noch recht untouristisch und ursprünglich zu geht. Es gibt eine pittureske Altstadt mit vielen verwinkelten Gässchen und das Naturschutzgebiet Rio Formosa mit seinen vorgelagerten Inseln beginnt direkt vor Olhao.
Morgens konnten wir wunderbar zum Sonnenaufgang an der Promenade entlang joggen und die Fischer, Wasservögel und Arbeiter auf den Muschelbänken beobachten.


Am ersten Tag waren wir am Strand von Fuzeta. Da Armona vorgelagert ist, lässt es sich dort gut im Meer schwimmen und ist für Kinder ideal zum Planschen und Sandburgen bauen (dementsprechend schlecht gelaunt war Oskar, als er dort wieder weg musste). Einen Nachmittag verbrachten wir in Faro, das auch ganz nett ist.

Am meisten Zeit haben wir jedoch auf der Ilha de Culatra verbracht. Insgesamt waren wir 3x dort. 2x sind Björn und ich mit dem Boot zur Siedlung Culatra und von dort den Strand entlang, immer dem Leuchtturm entgegen, nach Farol gewandert und von dort mit dem Boot zurück.

Beim ersten Mal ist mir allerdings ein kleines Malheur passiert. Auf der Treppe hinunter zum Boot, machte es plötzlich wusch und mein Fuß rutschte weg, ich landete auf dem Hosenboden, alle Umstehenden schrien auf, ich rutschte noch zwei Stufen weiter und sah mich eigentlich schon im Hafenbecken liegen, zum Glück kam ich doch noch vorher zum stoppen. An Bord des Bootes wurde mir erstmal die Familienflasche Jod gereicht und im Anschluss ein Liter Chlor auf die Treppe gekippt. Scheint wohl öfter zu passieren… Die nähere Inspektion meinereins stellte dann links eine aufgeschlagene Ferse, rechts mehrere blutige Kratzer am Knöchel, einen aufgeschlagenen rechten Ellbogen und eine schmerzende rechte Hüfte (zierte später ein handtellergroßer blauer Fleck, der immer noch nicht weg ist) fest. Außerdem sah ich aus wie ein Schleimmonster (zumindest am Po und auf der rechten Seite). Alles in allem aber Glück gehabt… Oskar stellte am nächsten Tag sehr treffend fest: ‚Tante Tina- Du bist die Treppe hinunter gerollt!‘ Wie wahr 😉 Beim dritten Mal sind wir gleich mit Chrissie und Oskar zusammen nach Farol gefahren. Lei wollte in Olhao bleiben (und Oskar meinte auch, sie solle sich mal ausruhen). Wir hatten einen wunderbaren Tag am Strand mit Wellen hüpfen, Muscheln sammeln, Pink Lemonade und Café in der netten Strandbar trinken (zwischenzeitlich dachte ich mal wieder an einen Jobwechsel…). Der Tag erfuhr noch seine absolute Krönung als mehrere Delfine in Sichtweite vorm Strand vorbei schwammen! Wie schön!
Am letzen Tag machten wir noch eine 2 stündige Bootstour. Erst durchs Rio Formosa Naturschutzgebiet. Da gerade Ebbe war, konnten wir viele Vögel (Störche, Kraniche, Reiher, Austernfischer, Möwen etc.) und die Muschelstecher bei der Arbeit sehen. Dann ging es an Armona vorbei zum äußersten Zipfel von Culatra. Hier durften wir im flachen Wasser aus dem Boot aussteigen und zur Insel waten. Nach einer halben Stunde Muschel suchen und Freude an der schönen Szenerie ging es wieder an Bord und zurück nach Olhao. Nach dem schönsten Urlaubserlebnis gefragt, sagte Oskar: ‚die Barfußinsel‘ und wie recht der Kleine hat!

Viel mehr bleibt nicht zu erzählen. Außer, dass sich Björn und Chrissie redlich Mühe gegeben haben die Unterwasserpopulation in Form von Meeresfrüchteplatte (die wirklich beeindruckend war), div. Muscheln und Fischen zu dezimieren.

Außerdem hat Chrissie seinem Ruf als guter Koch alle Ehre gemacht. Die Tigergarnelen und vor allem der Reballo waren exzellent. Mitten in der Nacht ging es dann zum Flughafen. Björn flog nach Hamburg in den Regen. Wir mit zwei verschiedenen Flugzeugen, aber nur 15 min Unterschied, nach München. Gemeinsam fuhren wir in die Stadt, dann hieß es Abschied von der Familie nehmen, denn auf mich wartete schon das nächste Abenteuer!