Zurück auf den GTA

Da dieses Jahr von Fortsetzungen verschiedener Ideen aus dem Sabbatjahr geprägt ist, steht nun nach dem Langlaufskilaufen in Norwegen zu Ostern (was auch wieder wunderbar war), im Sommer die Grande Traversata delle Alpi wieder auf dem Programm. 
Diesmal mit Björn und wir wollen da einsteigen, wo Kathi und ich letztes Jahr ausgestiegen sind, mit dem Ziel es diesmal bis zum Mittelmeer zu schaffen. Habe bereits im Vorfeld fleißig versucht meine Kondition zu verbessern. Ob der Laufkurs Wunder vollbracht hat, werde ich bald erfahren 😉

Andiamo: Bremen – Bergamo – Milano -Cuneo

Die Anreise war ja schon erprobt. Sollte also kein Problem sein, dachte ich… Flug mit Ryanair nach Bergamo. Auch diesmal wieder 20 min. früher gelandet. Von Bergamo den Bus nach Milano Centrale. Leider staute es sich auf der Autobahn schon am Flughafen, so dass der Busfahrer gar nicht erst rauf und stattdessen irgendwelche (recht weitläufigen) Schleichwege zur nächsten Auffahrt fuhr, wo es sich leider immer noch staute. Dementsprechend waren wir später als gedacht am Mailänder Hauptbahnhof. Schnell an den Fahrkartenautomaten. Oh, der nächste Zug ging in 5 min., danach erst wieder 2 Std. später! Dann mal fix. Fahrkarte gekauft (das Ausdrucken dauerte ewig) und los gesprintet – dazu ist zu sagen, dass der Mailänder Bahnhof ein riesiger Kopfbahnhof. Zu allem Übel werden auch noch beim Zugang zu den Gleisen alle kontrolliert, ob sie ein gültiges Ticket haben. Ich war kurz davor dem Kontolleur das Ticket aus der Hand zu reißen, da er ewig brauchte. Dann ein Sprint im Slalom um die ganzen Menschen und deren viele Koffer von Gleis 19 zu Gleis 5. das zog sich ganz schön – die Zeit wurde knapp. Ich sah schon vor meinem geistigen Auge den Zug vor unserer Nase abfahren… Hat aber geklappt und wie es dann immer so ist, fuhr der Zug erst mit 5 min. Verspätung los… Die ganze Eile hätten wir uns also sparen können. Zumal es in Mailand 33 Grad hatte, total schwül war und Sprints mit einem 9kg Rucksack auch nicht gerade förderlich für das Wohlbefinden sind. Immerhin war der Zug wunderbar klimatisiert. Nur schade, dass wir in der ganzen Hektik nur die Tickets und nicht den Reiseverlauf gedruckt hatten. So wussten wir nur, dass unser Zug um 17.40 Uhr in Turino Porta Susa ankommen sollte. Aber wann es weiter nach Cuneo und ob wir noch woanders umsteigen mussten, blieb erstmal im Dunkeln. Der italienisch sprechende Mann fragte den Schaffner leider nur nach dem Gleis, wo der Zug nach Cuneo gehe und nicht, ob wir ev. noch umsteigen müssten, wie wir es im Internet gelesen hatten. Also versuchte ich mit einem Italienisch, Englisch, Deutsch Gemisch verbunden mit viel Gestik und Mimik mein Glück beim Schaffner. Dabei kam heraus, dass wir von Turino Porta Nuova ohne umsteigen den Zug nach Cuneo nehmen können. Wir kamen allerdings in Turino Porta Susa an, unklar war uns leider ob der Zug noch weiter nach Turino Porta Nuova fuhr und natürlich niemand zum Fragen zu sehen. Also ausgestiegen, dann schnell wieder ein, denn an der Tür stand von außen Milano-Turino P.N. Das hieß ja hoffentlich Porta Nuova…. Tatsächlich! Dort angekommen sind wir schnell zu Gleis 6, da stand auch der Zug nach Cuneo. Im Untertext leider auch was von „scoipero“, das italienische Wort kannte ich noch vom letzen Jahr – Bahnstreik. Na toll. Die Abfahrtszeit mit 17.40 Uhr konnte auch nicht stimmen. Es war bereits 18.00 Uhr. Der zugehörige Schaffner bestätigte, dass er nach Cuneo führe, unklar war nur wann… Also eingestiegen. Diesmal ein Zug ohne Klimaanlage – wohl eher ein Dampfkochtopf. Wir hatten leider nichts mehr zu Essen und zu Trinken und losgehen und was kaufen war riskant. Wenn der Zug in der Zeit losfuhr, fuhr vielleicht kein weiterer mehr. 


Also war Ausharren angesagt. Tatsächlich ging es um 18.10 Uhr los. Der Zug hielt an sehr vielen Orten von denen wir noch nie gehört hatten und unsere Ankunftszeit wussten wir leider auch nicht… Aber der Zug fuhr und kam sogar nach 1 1/2 Std. an. In Cuneo schnell zum Hotel, dort haben wir uns auch gleich eine Restaurant Empfehlung geben lassen, nur kurz die Rucksäcke ins Zimmer gebracht und sind los zum Essen. Sehr netter Laden und als unsere Pizzen und der Weißwein erstmal vor uns standen, wussten wir wieder warum wir nach Italien wollten – es war extrem lecker 🙂

Im Anschluß noch ein kleiner Stadtbummel. Cuneo hat eine sehr schöne Altstadt und mit den Bergen im Hintergrund sehr malerisch.

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