3. Tag: Nach 6 Uhr kommen die wilden Elefanten

Der heutige Tag begann wie der gestrige aufhörte: mit einem Tempelbesuch.


In dem schönen, in einen Felsen hineingebauten Isurumuniya Tempel gab es diverse, zum Teil sehr alte, Buddha Statuen zu sehen (sowie eine Höhle voller Fledermäuse und entzückende Streifenhörnchen).


Danach ging es weiter zum Waldkloster Ritigale. Im Dschungel liegt eine alte Kloster Anlagen in der früher 2000 Mönche lebten. Ich habe mir das ein wenig wie in einem Indiana Jones Film vorgestellt und war dann doch ein wenig enttäuscht, dass nur noch ein paar alte Steine zu sehen sind (dafür unter anderem der Toilettenstein, mit eingemeißelten Füßen, damit der Pinkler wußte, wo er sich hinstellen musste). Leider ist der Weg mittlerweile ab  der Hälfte gesperrt – das ganze Gebiet ist ein Naturschutzgebiet – so, dass wir nicht mehr zu dem Punkt mit der schönen Aussicht kamen. Als Entschädigung bekamen wir aber beeindruckend, große Bäume zu Gesicht.


Nach dem Mittagessen ging es weiter zur Jeep Safari im Minneriya Nationalpark, welcher für seine große Elefantenpopulation bekannt ist. Hauptattraktion war in der Tat die Elefantenherde auf dem Weg zum Bad im See, aber es gab auch Büffel, Leguane, Narshornvögel, Pelikane, Marabus, Pfauen, Adler und etliche andere Tiere zu sehen.


Faszinierend. Besonders die planschenden Baby-Elefanten waren sehr entzückend. Natürlich waren wir nicht alleine im Park. Zum Teil standen fast soviele Jeeps wie Elefanten rum. Wie respekteinflößend so ein Elefant sein kann, wurde deutlich, als einige Jepps einem Teil der Herde den Weg versperrt hatten. Ein lautes, heiser-grollendes Trompeten und ein Elefant ging auf einen Jepp los, der mit Vollgas das Weite suchte. Die Elefanten konnten wieder zusammen  kommen und begrüßten sich tatsächlich, indem sie sich die Rüssel reichten!


Auf der Rückfahrt gab es noch einen Jepp zu bewundern, der sich im Abhang zu einem Bach festgefahren hatte (die haben wohl keine Elefanten mehr zu Gesicht bekommen…) Kurz bevor wir wieder den Ausgangspunkt unserer Safari erreichten, begann es zu Gewittern und aus Eimern zu schütten. Was für eine grandiose Tour und was für ein Glück, dass das Wetter solange gehalten hat.

Nun sind wir in einem schön gelegenen Hotel mit Panoramablick auf den See. Unser Guide verbot uns allerdings nach 6 Uhr das Hotel zu verlassen, denn dann kommen die wilden Elefanten. Die scheinen hier in der Tat ein Problem zu sein. An der Straße stehen verschiedenste Warnschilder und es ist sogar ein Zaun an dieser entlang angebracht worden, der ab 6 Uhr unter Strom gesetzt wird. Auf den Feldern gibt es eigens Hochsitze, die mit Nachtwachen gegen die Elefanten besetzt sind. Ach ja, die Fenster darf man im Hotel auch nicht auf lassen. Zum einen wegen der Moskitos und zum anderen wegen der Affen, die anscheinend recht diebisch unterwegs sind…. Schön ist das Tierleben 🙂

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