(Kurz)Urlaub in Dänemark Auf nach Aalborg

Der Sommerurlaub fällt dieses Jahr eher kurz aus.  Wir treffen uns mit Freunden auf Læsø – da wo unsere plötzliche Dänemarkzuneigung begonnen hat.

Die Anfahrt gehen wir sehr entspannt an. Nach der Arbeit gehts erstmal nur bis Langstedt kurz vor Flensburg. Das kleine Hotel hätte Potential, schafft es aber nur ok zu sein. Wir bewundern ein sehr schönes altes und großes Bauernhaus mit Reetdach genau gegenüber, was für knapp 400.000€ zu haben wäre. Leider liegt es an der Hauptstraße und wir wollen auch gar nicht umziehen. Das Internet hat empfohlen das Frühstück im Hotel auszulassen und stattdessen den Bäcker zu besuchen. Doofe Idee. Mit nur zwei Croissants und einem schlechten Kaffee (Björn), einem Croissant und keinem Heißgetränk in Ermangelung von Tee (Tina) im Bauch fahren wir weiter nach Aalborg. Kurz vor Aalborg fängt es an zu regnen und wir hoffen inständig, dass das nicht lange so bleibt. Wir sind sehr früh dran, es ist gerade mal 10.30 Uhr und wir rechnen eigentlich nicht damit schon unser Zimmer zu beziehen. Der freundliche junge Mann an der Rezeption macht es aber möglich. So können wir uns auf dem Zimmer noch einen Kaffee einverleiben und so gestärkt unsere Besichtigung starten. Untergekommen sind wir im Kompas Hotel Aarlborg, ursprünglich Seemannsheim und nun ein Non-Profit Hotel bei dem alle Gewinne in die soziale Arbeit für Seeleute gehen.

Da das Wetter wieder gut bzw. trocken ist machen wir uns auf den Weg die Streetart der Stadt anzusehen. An die 80 Kunstwerke gibt es zu entdecken. Auch wenn es manchmal etwas dauert die richtigen Plätze zu finden und sich nicht gescheut werden sollte durch Hofeingänge zu gehen bzw. immer auch hinter die Häuser geschaut werden muss. So entsteht eine kurzweilige Schnitzeljagd bei mittlerweile schönstem Sonnenschein durch die Stadt. Aber auch ohne die Kunst wäre der Spaziergang schön. Reizende Häuser und Gassen zeichnen die Innenstadt aus. Nach mehr als 4 Stunden herumlaufend gönnen wir uns eine Eis Pause – Salted Caramel, ein Traum.

Abends dann Einkehr im Amici. Wir bekommen die letzten beiden Plätze draußen an der Gasse. So haben wir den jeweiligen Derangierungsgrad der vorbeiziehenden Junggesellinnen Abschiede gut im Blick. Den ganzen Tag hatten wir immer wieder welche gesehen, hier aber nun gehäuft. Dazu lässt sich nur sagen, selbst wenn der Alkohol sehr teuer ist, scheint es die Leute nicht davon abzuhalten ihn in Mengen in sich hineinzuschütten. Die Pizza ist sehr gut, die geteilte Tiramisu im Anschluss ebenso. Der Keller hält Björn ob seiner Italienisch Kenntnisse (auf Italienisch zu bestellen war einfacher, als auf Dänisch…) für einen „Experten“ und ist sehr an seiner Meinung zur Qualität des Essens interessiert. Fazit – wäre der Laden in Bremen, wir wären wohl Stammgäste 🙂 Zurück zum Hotel durch lauschige Gassen vorbei an weiterer Streetart. Ein schöner Tag! 

Nach dem Frühstück brechen wir zum Kunstmuseum Kunsten auf. Das Gebäude von Álvar Aalto ist selbst schon einen Besuch wert. In den lichtdurchfluteten Räumen wirkt die Ausstellung von Stine Goya sehr leicht. Wir kennen nur wenige der Künstler*innen und finden insbesondere die Videoinstallationen von Candice Breitz sehr spannend. Einige Stunden später geht es wieder nach draußen die restlichen Streetartbilder suchen. 

Nach etlichen Kilometern und einigen weiteren schönen Bilder landen wir durch Zufall im North Urban Art Studio. Ein sympathisches Café bei dem der Weg zu den Toiletten durch diverse Ateliers von Künstler*innen führt. Mit wunden Füßen brechen wir Richtung Frederikshavn auf, um von dort nach Læsø überzusetzen. Da wir auf die letzte Fähre gebucht sind, bleibt uns noch Zeit am Yachthafen Seeschwalben bei der Jagd nach und dem Streiten um Futter zu beobachten und schon mal die Temperatur der Ostsee mit den Füßen zu testen.