New Quay

10. Tag: Delfine in New Quay

Heute verlassen wir Pembrokeshire und machen uns auf in den Norden von Wales – in den Snowdonia Nationalpark.

Auf dem Weg nach Barmouth (unserem nächsten Standort) machen wir noch einen Zwischenstop in New Quay, einem kleinen ehemaligen Fischerort an der Cardigan Bay, der heute von Tourismus und Dolphin Watching lebt. In der Cardigan Bay ist nämlich eine große Gruppe Tümmler (Bottlenose Dolphins) ansässig.

Die hiesigen Parkschein Automaten sind scheinbar mit dem Ziel gestaltet Menschen zu verwirren – vielleicht handelt es sich auch um eine Art Imtelligenztest, den wir leider nicht bestehen. Ohne die Hilfe eines Einheimischen wären wir kläglich gescheitert. Laut seiner Aussage ist das nicht mal der schlimmste Automat. Der ein Ort weiter sei wirklich übel… Es braucht trotzdem mehrere Anläufe zumal der Automat kein Bargeld akzeptiert und dann auch noch unsere Kreditkarten ablehnt. Letztendlich bezahlt unser freundlicher Helfer mit seiner Karte und bekommt das Geld von uns in bar. Gut, dass wir so früh da sind.

Wir haben trotzdem noch Zeit bevor unser Boot abfährt und besuchen den örtlichen Strand. Es gibt viel zu beobachten: die örtlichen Frauen, die ihre morgendliche Schwimmrunde gerade hinter sich gebracht haben und nun im Bademantel noch gemeinsam Kaffee trinken und ein Pläuschchen halten, sowie ein Haufen Männer mit Warnwesten, die mit viel Gewese eine Transportraupe auf dem Strand hin und her bewegen. Später erfahren wir, dass es die hiesigen Lifeguards beim Training mit ihrem nagelneuen Rettungsboot (everything digital – lots of buttons) sind…

Schon auf dem Weg zu unserem Boot sehen wir von der Kaimauer aus die ersten Delfine. Nachdem wir unser kleines Boot von Seamor mit sehr sympathischer Crew bestiegen haben, brauchen wir also gar nicht weit zu fahren 😉 Der Marine Code von Nord und West Wales, dem sich die hiesigen Dolphin Watching Boote verschrieben haben, besagt dass ein Boot max. 10 Minuten in der Nähe von Wildtieren bleiben darf und dann weiter fahren muss, um den Stress für diese zu minimieren. Unser nächster Stop ist daher bei einem Lobster Pot (Hummerfalle), in den sich aber ‚nur‘ zwei Seespinnen eingefunden haben. Auf der Hand und aus der Nähe betrachtet sind sie allerdings recht beeindruckend. Auf dem weiteren Weg durch die Bucht sehen wir noch mehrmals einzelne Delfine. Hauptsächlich taucht immer wieder eine Delfinmutter mit ihrem Kind auf, die anscheinend gerade jagt. Normalerweise wird noch ein Klippe mit einer Vogelkolonie angefahren. Da der Seegang aber doch recht ordentlich ist, wird davon abgesehen. Schadet nicht, denn es tauchen wieder Delfine auf und ein Tölpel lässt sich auch noch blicken (der fehlte noch bei der Sammlung von Skomer) 🙂

Nach 1 1/2 Std. gehen wir wieder an Land, sehen nochmal von der Kaimauer und sogar beim Einsteigen ins Auto vom Parkplatz aus ein letztes Mal Delfine. Voller Erfolg!