Cymru

Das Kapitel Schule ist endgültig beendet, die Ferien dadurch kürzer – von daher schnell weg.

Cymru heißt Wales auf walisisch und da geht es nun hin.

1. Tag: Anreise Rotterdam – Hull

Mit dem Auto (ja, das Auto hat es endlich aus Italien zurück geschafft und in den ADAC sind wir nun vorsichtshalber auch eingetreten…) machen wir uns auf den Weg nach Rotterdam. Leider haben nicht nur Niedersachsen und Bremen, sondern auch die Niederlande Ferienbeginn, so zieht sich die Anfahrt etwas… Unser Navi führt uns beim Versuch die Zeit zu verkürzen über abenteuerliche, aber landschaftlich schöne Wege, die einige Minuten wieder reinholen. Zwischendurch stellt sich allerdings die Frage, ob das überhaupt zulässig ist hier lang zu fahren?! Aber da unser Navi nicht alleine ist, zieht sich nun zwischen Utrecht und Schoonhoven eine Autoschlange den Deich die Lek entlang und bringt so manchen Radfahrer aus dem Konzept. Zum Glück sind wir zeitig los.

Auch das „Einschiffen“ zieht sich etwas und der Arbeitsablauf mutet wie eine ABM-Maßnahme an. 1.Bude: Pässe vorzeigen und Boarding & Kabinen Tickets bekommen, 2. Bude: nochmal Pässe vorzeigen, 3. Bude: vom Boarding Ticket wird ein kleiner Schnipsel abgerissen. Natürlich jeweils mit entsprechender Wartezeit verbunden 😉 Interessanterweise wird die Fähre über eine (kurvige) Rampe über die Seite der Fähre beladen und Innen wird wie bei einem Tetris Spiel eingewiesen.

Zum Abendessen an Bord eine der geschmacklosesten Pizzen, die wir jemals gegessen haben. Aber egal, satt sind wir trotzdem. Im Anschluss dicke Pötte bei der Ausfahrt gucken. Ordentlich Betrieb hier. Rotterdams Hafen ist wirklich riesig – kein Wunder, dass er lange der größte Seehafen der Welt war. Als Abschluss des Abendprogramms noch ein schöner Sonnenuntergang und rein in die Koje.

2. Tag: Hay on Wye und Black Mountain Lodge

Unsanft werden wir um 6 Uhr morgens per Lautsprecher Durchsage geweckt. Wir nähern uns Hull und die Bordrestaurants wollen noch ihr Frühstück los werden.

Das Ausschiffen zieht sich noch länger als das Einschiffen – es will ja mittlerweile jeder Pass kontrolliert werden…

Aber dann haben wir es geschafft und sind in Großbritannien.

Vierspurige Kreisverkehre im Linksverkehr sind herausfordernd, aber sonst klappt es mit dem Linksverkehr ganz gut. Es hilft einfach immer dem Vorausfahrenden zu folgen – vorausgesetzt es gibt einen 😉

Wales begrüßt uns mit mehreren Wolkenbrüchen. Teilweise können wir kaum 20 m weit sehen und die Unterbodenwäsche gibt es gratis dazu! Wie gut, dass wir an Regenschirme gedacht haben. So glückt auch der Zwischenstopp in der „Bücherstadt“ Hay on Wye. Wunderschöne Buchhandlungen – mal thematisch orientiert, z.B. gibt es Läden nur mit Poesie, Krimis oder Büchern über Musik und Musikgeschichte – mal zeitlich, z.B. antiquarische bzw. bestimmten Epochen gewidmete, aber auch normale Secondhand Buchläden. In Richards Booths (der Ideengeber des Ganzen) Buchladen wähnen wir uns im Bücherhimmel. Aber auch kulinarisch ist das Örtchen durchaus einen Besuch wert. Näheres zu Hay on Wye hier.

Einen Ort weiter, in Glasbury,erreichen wir unsere Unterkunft – die Black Mountain Lodge. Etwas außerhalb vom eigentlichen Ort und in einem alten Gemäuer aus dem 17. Jahrhundert. Sehr schön, aber auch sehr beliebt für Geburtstags- oder Hochzeitfeiern wie wir noch bemerken sollen. Der Parkplatz ist nämlich gerappelt voll und im Saal wird gerade ein Geburtstag gefeiert. Recht ausdauernd und zu späterer Stunde zunehmend lauter und mit anscheinend sich nicht einig werdenden „DJs“. Die Hoffnung, dass die Pubs normalerweise ja auch um 11pm zu machen und das vielleicht auch für Feiern gilt, geht leider nicht auf. Nun ja, um 12pm geht zumindest die Musik aus und eine halbe Stunde später hat es dann auch der Letzte raus geschafft…