Waun Fach

3. Tag: Waun Fach

Geweckt werden wir diesmal vom Blöken der Schafe. ?und völlig unerwartet begrüßt uns ein schöner, sonniger Tag mit blauem Himmel. Mit einem full English Breakfast stärken wir uns für eine kleine Wanderung auf den höchsten Berg (Hügel?) der Black Mountains im Brecon Beacon Nationalpark, den Waun Fach (811 m) – 12 km, 650 hm, 4 Std.

Die Hügel erweisen sich im Anstieg als teilweise durchaus knackig. Über Wiesen und vorbei an Schafen geht es stetig bergauf zum steinalten (12. Jh.) Castell Dinas, von dem auch nur noch ein paar Steine übrig sind. Von dort Hügel um Hügel weiter aufwärts – immer der dunklen Wolkenwand, die auf uns zu zieht, entgegen. Da relativ viele Leute unterwegs sind, lassen wir uns nicht abschrecken und setzen unseren Weg fort und sehen sogar nich ein paar Welsh Mountain Ponies in der Ferne. Immer wieder kommen uns Gruppen Jugendlicher mit großen Rucksäcken entgegen. Weitwandern scheint bei englischen / walisischen Jugendlichen recht beliebt zu sein.

Am Ende regnet es dann doch nur moderat. Eine schöne Wanderung, die wir mit einem Besuch im Dinas Castle Inn abschließen. Einem Pub dem man von außen nicht ansieht, ob er auf hat und bei dem die letzte Renovierung in der Planungsphase abgebrochen wurde. Dafür unschlagbar günstig – 1 Kaffee & 1 Orangensaft = 2,50£

Auf dem Rückweg noch ein kurzer Stop in Talgarth. Ein kleiner, verschlafener Ort, der aber einen Geldautomaten besitzt, die hier anscheinend etwas rar sind… Er ist auch gar nicht so leicht zu finden, da er sich im kleinen, örtlichen Supermarkt versteckt. Auf dem Weg zurück zum Auto noch ein „Tier-Highlight“. Über uns kreist ein großer Schwarm Rotmilane (bestimmt ein Dutzend). Ich hatte schon gelesen, dass sie in Wales sehr häufig vorkommen sollen und unterwegs auch immer mal wieder einen gesehen, aber so viele!? Sehr beeindruckend. Ich weiß allerdings nicht warum sie ausgerechnet einen kleinen Dorfparkplatz bevorzugen…

Bei der Rückkehr in die Lodge bekomme ich kurzzeitig Schnappatmung – schon wieder eine Feier (diesmal mit Brautpaar). Stellt sich im Nachhinein allerdings als unnötig heraus – sie waren nur zum Mittagessen da…

Zum Abendessen machen wir uns nochmal auf den Weg nach Hay on Wye und werden im Blue Boar Pub fündig. Ein Pub wie er sein soll. Alt, urig und gemütlich mit gutem Essen und leckerem Bier.