7. Tag: Leuchtturm Falshöft zurück nach Kappeln

Morgens nochmal vom Schiff aus ins Wasser – immer wieder äußerst erfrischend. Nach verschiedensten Spekulationen wieviel Grad das Wasser wohl habe, holt Laura das Thermometer. 18 Grad – ist doch gar nicht so wild 😉 Der Anker wird gelichtet und  muss vom Netz aus geputzt werden ( unter Beteiligung meiner Wenigkeit). Es hat sich sehr hartnäckiger Schlamm daran festgesetzt. Von der Konsistenz wie Ton. Könnten auch Vasen draus getöpfert werden.

Die Segel werden verpackt und alles hübsch gemacht. Zum Abschied tauchen noch ein paar Schweinswale auf. Mir war vorher gar nicht klar, dass es die überhaupt in der Ostsee gibt. Wieder schlauer. Leider sind sie wohl sehr in Bedrängnis. Bei schönstem Sonnenschein fahren wir in die Schlei  und werden zur Attraktion der vorbeifahrenden Ausflugsboote. Wir schaffen die Brücke um 12.45 Uhr und  sind kurze Zeit später zurück im Kappelner Museumshafen.

Fazit: Wir würden es wieder machen. Laura und Lutz sind sehr sympathisch und angenehm im Umgang. Sie lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen, was dazu führte, dass sich alle, egal wie unterschiedlich, sich gut aufgehoben fühlten. Das Segeln war mal was völlig anderes, eröffnete neue Perspektiven und wir konnten viel lernen. 

Björn und ich nehmen noch ein Fischbrötchen von Föh, der hiesigen Räucherei. „Sage Kappeln nie adieu ohne einen Aal von Föh“  habe ich mir zwar nicht ganz zu Herzen genommen, aber mein Butterfisch ist super lecker. Nun weiß ich auch, dass das eine Makrelenart ist. Danach mit unserem ganzen Geraschel (fühlt sich irgendwie schwerer an) zum Auto.

Der Weg nach Arnis ist nicht weit. Arnis ist die kleinste Stadt Deutschlands mit nur 300 Einwohnern und besteht eigentlich nur aus einer Straße. Wie an einer Perlenkette reihen sich schöne, alte Häuser aneinander. Unsere Ferienwohnung liegt direkt neben einer Werft. Es herrscht reges Treiben und die Möwen sind ganz schön laut. Erstmal gewöhnungsbedürftig nach der Ruhe auf dem Meer. Wir erforschen ein wenig den Ort, ich hüpfe nochmal in die Schlei. Arnis liegt auf einer Halbinsel. Rundherum führt ein Rundweg. Fast alle Häuser haben riesige Gärten und einen eigenen Zugang zum Wasser. Sehr lauschig.

Letztes Jahr gab es allerdings einen Deichbruch und viele Häuser sind abgesoffen. Weniger schön 🙁
Wie genießen den lauen Abend bei unserer Neuentdeckung  – Anderlö Spritz. Anderlö ist ein Sanddornlikör, der wie Aperol Spritz mit Prosecco und Mineralwasser gemischt wird. Fruchtig, frisch und lecker.