6. Tag: Søby zum Leuchtturm Falshöft – Ankernacht

Nach dem üblichen Prozedere machen wir uns auf den Rückweg nach Deutschland.
Langsam sind wir ein eingespieltes Team an den Vorsegeln und die Knoten gehen auch leicht von der Hand. Björn hat sich als Leinen-Festmacher und Löser etabliert. Er ist der erste, der von Bord hüpft und der letzte, der wieder reinspringt. Außerdem turnt er immer wieder auf den hinteren Dach herum, da der Rest seiner Crew da Skrupel hat.

Nachdem es gestern so windig war, ist nun fast kein Wind mehr und wir dümpeln so vor uns hin. Mittlerweile ist es schön sonnig. Alle liegen trägt rum. Das weckt Assoziationen von  Seehunden auf der Sandbank in der Sonne oder dem Anfang von Moby Dick. Mehrere Versuche die Segel in das bisschen Wind zu drehen bringen nichts. Lutz startet den Motor. Es ist noch Zeit alles zusammenzupacken und schon kommen wir beim geplanten Ankerplatz an.

Die Badeleiter an die Reeling gehängt und alle gehen ins Wasser. Naja, fast alle – wer wohl nicht 😉 Es ist kälter als sonst, aber ja auch tiefer. Cooles Gefühl vom Schiff aus zu schwimmen und einmal Drumherum. Sieht aus dem Wasser irgendwie größer aus.  Wieder an Bord das letzte Abendessen in der Sonne. Es zeigt sich kurz ein  Schweinswal, ich bin aber leider zu langsam. Wir genießen den Sonnenuntergang an Deck. Der Mond spiegelt sich im Meer,  daneben strahlt der beleuchtete Leuchtturm. Meer und Himmel verschwimmen miteinander.  Die Ostsee schimmert in verschiedenen Mustern, die immerfort in Bewegung sind. Wunderschön!