9.-10. Tag Relaxen auf der Karmi Farm

Nach einem wunderbaren Frühstück in der Sonne wurden wir von einem Jeep abgeholt. Gemütlich holperten wir die Serpentinen hinunter bis wir zu einer Holzbrücke über einen Fluss kamen und der Fahrer meinte wir müssten aussteigen und zu Fuß rüber gehen. Haben wir ohne seine Anweisung zu hinterfragen brav gemacht. Das Schild, dass der Hauptträger gebrochen und sie stark renovierungsbedürftig ist, sahen wir erst auf der anderen Seite… Aber den Jeep hat sie auch verkraftet. Zugegeben sie wackelte ein bisschen und sah nicht soooo gut aus. Die Fahrt ging weiter durch kleine Orte (erstaunlich, dass der Jeep durch die Gassen passte) und diverse Serpentinen bergauf bis zu unserem Ziel. Andrew und seine beiden Söhne (sie sind gerade für die Osterferien aus England gekommen) standen bereits an der Straße und erwarteten uns. Was für ein warmes  Willkommen – wir wurden sofort auf die Terrasse mit Blick aufs Tal geleitet und mit Tee und Rosinenbrot versorgt. 

Es stellte sich heraus, dass wir von hier aus genau auf Rimbick gucken- wir haben also beim Frühstück schon auf unser „neues Zuhause“ geschaut. Die Karmi Farm ist ein wahres Paradies – wunderschön am Hang gelegen, verteilen sich über mehrere Terrassen die Gebäude (lustigerweise gibt es hier in der Gegend Fachwerkhäuser), der Garten und die Ställe. Die Farm gehörte ursprünglich Andrews Großeltern und er hat sich vor 16 Jahren hier nieder gelassen, nachdem er lange als Trekking Guide in Nepal gearbeitet hat. Es ist wunderbar entspannend hier zu sitzen, die Landschaft zu bewundern, den Geräuschen zu lauschen, viele bunte Vögel zu beobachten und sehr, sehr leckeres Essen in netter Gesellschaft und bei guten Gesprächen einzunehmen. Andrew hat uns auch gleich auf eine kleine 2 Std. Tour den Hügel hinauf mit genommen – man hat der ein Tempo! Wir also schön hinterher gehechelt und wurden dafür mit schönen Ausblicken belohnt. 

Hinterher meinte er sogar wir wären „Good Walkers“ (hat Dipesh auch schon gesagt, aber da haben wir es für reine Höflichkeit gehalten) – aber wenn das jetzt beide sagen?! Hach, da schwillt doch vor Stolz die Brust 😉 Vielleicht können wie die anderen Trekking Touren dann auch schaffen… Apropos schaffen- der eine Sohn von Andrew hat den Singalila Ridge Trek Hin- und zurück mit dem Mountainbike gemacht! Ich find es ja ein wenig verrückt… Aber es gibt sogar einen Marathon auf der Strecke. Einziger Kummer im Paradies: es gibt hier fiese Mücken, die stechen und sofort einen Tropfen Blut an der Einstichstelle hinterlassen- darum von uns auch „Blutmücken“ genannt (und die Fliegen nerven vielleicht auch ein bisschen bis SEHR-zumindest gerade…).