1.Tag: Baceno

Wir sind mal wieder in Baceno und es fühlt sich altbekannt und fast wie zu Hause an. 14 Stunden Autofahrt werden mit Bergpanorama im Sonnenschein, Pizza Salsiccia von ‚Oggi Pizza‘ und Birra Moretti belohnt.

Am nächsten Morgen bemerken wir dann aber doch einige Änderungen im Dorfleben: im Alimentari muss man nun Nummern ziehen, um Wurst und Käse zu kaufen. Die beiden Bars sind schon früh am Morgen gut besucht und mehrfach jaulen Sirenen durch das Tal, nicht zu vergessen das Dröhnen der ganzen Motorräder.

Nach dem Frühstück beschließen wir einen Spaziergang zu den Orridis zu machen. Auch hier sind Massen an Menschen unterwegs. So viele Leute hatten wir bislang noch nie in Baceno gesehen – aber wir waren auch noch nie mitten im Sommer hier. Es ist Hochsaison und ganz schön heiß. Egal, trotz des Andrangs sind die Orridis (begehbare eiszeitliche Schluchten) und die Marmite dei Giganti (Gletschertöpfe) immer wieder schön. Wir haben sogar einen Weg entdeckt, den wir noch nicht kannten. Das Schild „Attentione: Sentiero esposto! Solo per esperti!“ hielten wir allerdings für übertrieben.

Nach 2 Stunden schnell noch die Füße im eiskalten Wasser der Marmite gekühlt und dann zurück nach Baceno. Auf dem Weg haben wir dann noch eine Schlange gesehen. Also nicht so ein Schlängelchen was kaum grösser als ein Regenwurm ist, sondern eine echt große Schlange. Als wir sie fotografieren wollten, hat sie allerdings das Weite gesucht. Was gibt es hier wohl für Schlangen? Eine Kreuzotter war es definitiv nicht und eine Blindschleiche erst recht nicht. Vielleicht eine Viper?

Der Rest des Tages verging ruhig mit viel Café und Lesen und abendlicher Beobachtung von Hirschkäfern, die sich beim Fliegen erstaunlich tolpatschig anstellen. Morgen geht es dann wieder auf den GTA. Nachdem wir vor 2 Jahren das Endstück bis zum Mittelmeer gelaufen sind, erwandern wir diesmal ein paar der Anfangsetappen.