11.Tag: Auf den Pico auf Pico

Endlich – die Wetter Vorhersage lässt eine Pico Besteigung zu. Wir brachen früh auf um rechtzeitig um 8 Uhr an der casa da montanha zu sein und eines der knapp 300 GPS Geräte zu ergattern ohne die man nicht auf den Vulkan darf. Anscheinend ist dort in den letzten Jahren häufiger was passiert.

Eine kurze Einweisung und schon ging es hinauf. Wir starteten oberhalb der Wolkendecke so dass wir nur den Berg und eine endlose weisse Fläche sahen. Zum Glück ist Basalt auch nass extrem griffig. So liess sich der sehr steile Anstieg gut meistern. Der Weg ist mit 47 Pfosten markiert (genau so, dass sich jeweils der nächste Pfosten sehen lässt). Kann Vor- oder auch Nachteile haben, wenn sich daran ablesen lässt wie gut man voran kommt bzw. wieviel noch vor einem liegt…

Der felsige Untergrund wurde erst geröllig dann nahm die Steigung ab und plötzlich standen wir am Kraterrand.

Von dort ging es zum Kraterboden. Jetzt blieb nur noch der kleine Piquinho. Ein etwa 150 m hoher Kegel im Kraterbecken. Unter zu Hilfenahme der Hände ging es eine steile Rinne hinauf. Zwischenzeitlich strömte heiße Luft aus Felsspalten und das Gestein fühlte sich warm an. Der Pico ist nach wie vor ein aktiver Vulkan. Auch auf der Spitze finden sich solch warme Gebläse… Sehr angenehm wenn man lange im kalten Wind des Gipfels stand.

Geschafft – 1140 m Aufstieg und wir standen auf 2351 m auf dem höchsten Berg Portugals. Runter war allerdings eine Qual 😉 Nach auf die Minute genau 7 Stunden gaben wir die GPS-Geräte wieder ab und erhielten gar ein Besteigungs-Zertifikat. Auf dem Rückweg nach Praihna steckten wir mal wieder in einer Kuhherde fest.