6. Tag: Rima – Pedemonte

Zum ersten Mal war es heute deutlich kühler und sehr nebelig. Aufstiege im Nebel haben etwas Surreales. Alles ist ein wenig verschwommen, die Geräusche gedämpft und da man kaum etwas sieht ist man hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt. Immer mal wieder tauchten ein paar Almhütten im Nebel auf und zwischenzeitlich auch ein Trailrunner, der anscheinend seine morgendliche Runde einmal bis zum Pass und zurück absolvierte. Als wir an der zweiten Alpe ankamen, war er bereits auf dem Rückweg… Die Schweizerin in Carcoforo (noch sehr jung wohlgemerkt) hatte noch behauptet das Trailrunning wohl das ‚neue Golfen‘ der 30-50 jährigen wäre. Wie gut, dass daran wohl vorbei gerutscht bin 😉

Kurz vor dem Gipfel tauchten die ersten großen Schneefelder auf an denen der Weg allerdings großräumig vorbei führte. Der heutige Pass (Colle Mud 2324m) bot trotz oder wegen des Nebels fantastische Eindrücke. Leider war das Rifugio Ferioli kurz hinter dem Pass noch zu. Also direkter Abstieg.

Wie schon die letzten Tag zogen sich die letzten Höhenmeter wie Kaugummi. Erschwerend kam hinzu, dass wir auf den feuchten Steinen aufpassen mussten nicht auszurutschen. Kurz vor Pedemonte wurde der Pfad von Steinstufen abgelöst und nun ging es schneller, wenngleich nicht knieschonender, dem Ziel entgegen.

Piedemonte

Schon am Ortseingang waren beeindruckende Walserhäuser zu sehen, was sich im Ort selbst fortsetzte. Auch unsere heutige Unterkunft, das Hotel ‚Montagna di Luce‘ befindet sich in einem solchem. Die Balkone eignen sich übrigens hervorragend zum Wäsche trocknen 😀

Rauf: 920m Runter: 1120m Distanz: 11.2km Dauer: 6 Std.

Cena: Tina: Vitello Tonnato, Trota con buro e salvia Björn: Gnocchi Walser, Frittata rognosa