9. Tag: Regenbogen

Der Tag blieb stürmisch, aber endlich ließ sich die Sonne zwischendurch blicken und bescherte uns schöne Regenbogen.

Um die Zeit bis zur Besichtigung von Portugals größter Lavahöhle, der Gruta das Torres, zu überbrücken fuhren wir noch mal an die Küste nach Porto Cachorro. Wir waren so fasziniert von einer Felsformation in der sich die Wellen spektakulär brachen, dass wir fast eine Stunde dort blieben.

Das aufgepeitschte Meer wurde mit Wucht in die Fels-spalten gedrückt und Wasserfontainen suchten sich dann ihren Weg nach oben. Sehr cool!

Glücklich und naß machten wir uns zur Höhle auf. Ausgerüstet mit Helm und Taschenlampe, da es in der Höhle kein festinstalliertes Licht gibt, stiegen wir ab.

Auch wenn man nur 500 Meter der 5 km langen Lavatunnel besichtigen kann, lohnte sich der Besuch. Ein gut informierten Guide (diesmal allerdings nicht ganz so charmant wie der in Ponta Delgada) wies wieder auf die Besonderheiten hin und erklärte wie die unterschiedlichen Felsformationen entstanden sind.

Ob des guten Wetters entschieden wir uns über die Hochebene zurück zu fahren, was sich schnell als Fehler heraus stellte. Dort oben hingen die Wolken fest und es regnete mal wieder in Strömen. Fast hätten wir die Herde Kühe auf der Straße übersehen.

Apropos Kühe: die sind auf Pico ebenfalls sehr häufig anzutreffen, sehen aber ganz anders als auf Sao Miguel aus. Hier gibt es eher Weiße, Beige und Braune.

Nachmittags erkundeten wie dann noch ein wenig São João, wo unser Guesthouse ist. Das Dorf ist ‚bekannt‘ für seinen Käse, der noch heute dort hergestellt wird. Vielerorts hat allerdings die Fleischproduktion den Käse verdrängt – das erklärt vielleicht auch die anderen Kuhfarben. Außerdem gibt es sehr schöne Badebuchten, im Sommer lässt es sich dort bestimmt gut planschen.