Nachts ging es mir ziemlich bescheiden. Ich hatte Gliederschmerzen, Schüttelfrost und Fieber (zumindest hat es sich so angefühlt). Nach viel Schlaf ist es morgens besser, aber ich bin noch ziemlich schlapp. Zum Glück ist heute nicht viel zu tun und noch besser, dass es erst jetzt am Ende unserer Wanderung ist. Die Rucksäcke sind schnell gepackt und mir bleibt noch Zeit in der Bucht auf Vogel(Foto)Jagd zu gehen. Bei unserer Ankunft gestern hatte ich schon Steinwälzer gesehen. Die waren heute auch wieder in den Steinen an werkeln und außerdem ein paar Sanderlinge. Sehr drollige kleine Kerlchen, aber auch ganz schön hektisch. Irgendwie ist es seltsam, dass das Wandern nun ein Ende hat. Zeit für ein Fazit: Insgesamt sind wir knapp 150 km die Küste entlang gewandert. Erstaunlich wie unterschiedlich und abwechslungsreich sie immer wieder war. Vom Wandern selber fanden wir die schmalen Wege mit viel auf und ab definitiv spannenderen und kurzweiliger zu laufen.. Die schönste Etappe war für uns das Stück von Carrapateira nach Arrifana. Der Strand von Praia des Odeceixe ist und bleibt aber mein Liebling. Von den Orten fanden wir Carrapateira, Odeceixe und Vila Nova des Milfontes besonders hübsch. Am schlechtesten kommt Almograve weg, was aber vielleicht auch ein wenig an der Unterkunft lag. Außerdem hatten sie dort einen Hang zu häßlichen Vorgärten, wenngleich wir da vorher auch schon anderweitig fündig geworden sind…
Mit dem Bus geht es von Porto Covo in 2 Std. 10 min nach Lissabon.



Der Bus fährt tatsächlich auf die Minute pünktlich am Busbahnhof von Sete Rio ein. Von dort noch kurz mit der Metro bis Martim Moniz und dann zu Fuß weiter. Unser Hotel liegt liegt in Graça direkt beim Miradouro da Senhora do Monte und somit auf dem höchsten Punkt der Stadt – da kommen fast so viel Höhenmeter zusammen wie an den Tagen zuvor.😉Nach dem Check-in schlendern wir durch das Viertel, bewundern diverse schöne alte Häuser, viel Streetart und und stoßen auf viele Parolen gegen Tourismus und insbesondere den Widerstand gegen ein Nobelhotel-Projekt, was in Graça in dem Gebäude eines ehemaligen Konvents umgesetzt werden soll. Die Abendessensfindung gestaltet sich irgendwie schwierig, da einiges nicht oder noch nicht auf hat und es auch nicht so fettig sein soll (Portugiesisch ist damit schon mal raus…). Letztendlich landen wir bei einem Italiener und essen sehr gutes Risotto.







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