Lissabon kreuz & quer

Unser Hotel „Tings“ ist sehr charmant und verwinkelt. Von unserem Triangel Room aus, können wir direkt vom Bett auf das unter uns liegende Lissabon sehen. Nachts besonders schön. Es gibt einen lauschigen, grünen Innenhof – ebenfalls mit Blick auf die (andere Seite der) Stadt. Das Hotel wird von einem dänischen Paar betrieben, die lange Zeit in Kathmandu ein  Hotel hatten. Nepalesische Reminiszenzen finden sich in der Deko und der Raumgestaltung  und auch einige der Angestellten stammen aus Nepal. Außerdem schreiben sie einen Blog, wo sich ganz spannende Beiträge zu Lissabon, dem Stadtteil Graça,  Essen! oder auch Streetart finden – ganz unserem  Beuteschema entsprechend😉Nach einem kleinen, aber feinem Frühstück, es gibt auf Wunsch frische Pfannkuchen mit Doce de Leite (Karamelcreme) – 😋, gehts los.

Wir schauen kurz beim Miradouro da Senhora do Monte vorbei. Zu dieser Uhrzeit ist es dort tatsächlich noch relativ ruhig. Ansonsten ist er zu jeder Tageszeit ziemlich  belagert – vor allem zum Sonnenuntergang treffen sich dort haufenweise junge Leute. Da der Weg hier rauf steil und mühsam ist, cruisen haufenweise Tuk-Tuks hier hoch. Die Sportlicheren machen  es mit einer Gruppe auf E-bikes. Wir gehen erstmal runter vom Hügel, um eine Tageskarte für die Öffis  zu kaufen. Die Fahrt mit der Straßenbahn 28 können wir uns nicht verkneifen – sie ist ja auch wirklich schön. Allerdings mittlerweile auch sehr zugestopft. Im Vergleich zu meinem letzten Aufenthalt ist es wirklich wesentlich voller geworden und Lissabon hat wahrlich ein Tourismus Problem. Nichtsdestotrotz eine wunderschöne Stadt. Wir laufen Kreuz & quer durch die Innenenstadt und die Alfama (und essen dort langweiligen Käse , aber leckere Patatas Bravas. Auf dem Rückweg besuchen wir das Museu do Aljube Restistencia e Liberdarde. Untergebracht im ehemaligen Gefängnis beschreibt es das Repressionsregime von Salazar, ein wenig die Nelkenrevolution und den antikolonialen Befreiungskampf. Mir fällt mal wieder auf, dass ich eigentlich nur den Rahmen weiß, aber die genaueren Zusammenhänge nicht sonderlich gut kenne. Zur Stärkung nach dem vielen Input noch Pasteis de Nata bei der Pastelaria bei unserem Hotel um die Ecke. Dann erstmal Füße hoch.


Abends essen wir sehr gut im Damas, die auch Veranstaltungen  und Konzerte machen. Wir essen das erste Mal mozambikanisch und frittierte Yucca. Beim Warten auf das Essen, versuche ich durch die offene Tür Fotos der vorbeiratternden Straßenbahn zu erhaschen. Klappt so Medium😜

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