Donnerstag: Der Morgen begrüßt uns mit bedecktem Himmel, fast schon kalt. Also doch noch einen Pullover für die Bootsfahrt zu den îles Chausey – eine Inselgruppe, bzw. eine Reihe Felsen im Ärmelkanal zwischen Frankreich und England.

Zum Glück hatten wir die Bestätigungsmail der Reederei durch Google translate gejagt und sind früh am Hafen. Denn schnell ist das Ende der Menschenschlange nicht mehr zu sehen. Dafür können wir beim Warten zusehen wie sich das Hafenbecken zügig mit dem auflaufendem Wasser füllt und die Boote langsam wieder Wasser unter den Kiel bekommen. Als wir ankamen lagen alle noch komplett auf dem Trockenen…

Trotz der 3 Boote à 300 Menschen verlieren sich die Massen auf der Insel schnell und die Grand île wirkt sehr ruhig und beschaulich.
Ein Wanderweg führt uns einmal um die gesamte Insel und vorbei an schnuckeligen kleinen Häusern, dem Leuchtturm, Sandstränden, bizarren Felsen und Wiesen.
Mittags gibt es im örtlichen Grill sehr leckere Crevettes Grillée avec Frites – ja unser Französisch wird besser?
Nachmittags geht es dann wieder aufs Schiff für die Tour de l‘archipel. Etwas Verwirrung stiftet, dass das Boot an einem anderen Ort ablegt als der Steg an dem wir angekommen sind. Von dem ist auch mittlerweile nichts mehr zu sehen, komplett von der Flut verschluckt.

Das Boot ist sehr voll und so müssen wir uns entscheiden auf welcher Seite wir stehen. Da es mehr oder minder im Uhrzeigersinn um die Grand île herumfährt, haben wir uns anscheinend für die falsche Seite entschieden und sehen hauptsächlich Wasser durchsetzt mit ein paar Felsen. Trotzdem nett. Zum krönenden Abschluss tauchen kurz ein paar Delfine auf – das hebt die ohnehin schon gute Stimmung nochmals um einiges ?
Zurück an der Insel werden ein paar Leute ausgeladen, wir können einen Sitzplatz ergattern und am mittlerweile wieder aus dem Wasser aufgetauchtem anderen Steg werden noch ein paar eingeladen. Bleibt die Frage offen: woher wissen die Franzosen, wo sie warten müssen und dann auch noch wieviele noch auf das Boot passen?! Alles etwas rätselhaft.

Nachdem es bei der morgendlichen Abfahrt eher grau in grau wirkte, herrscht bei unserer Rückkehr schönster Sonnenschein in Granville und es schweben sogar 2 Paraglider über dem Hafenbecken.

Für die Heimfahrt wählen wir die Route de la Baie die Küste entlang, kommen noch durch hübsche Küstenorte und genießen Ausblicke auf die Bucht.
Abends dann noch ein Glas kalter Rosé und Fledermäuse beobachten im Liegestuhl vorm Haus – was für ein schöner Tag!







