17. Tag Wer rastet, der rostet

Rosten wollten wir nicht. Heute morgen sah das Wetter nicht ganz so schlecht aus bzw. es regnete nicht, also sind wir mal wieder Wandern gegangen. Der Lago di Agaro war das Ziel. Erstmal ging es ganz gemächlich hoch nach Croveo von dort aus weiter auf einer alten Mulatiera durch den Wald und nach und nach an diversen, verlassenen Steinhäusern vorbei immer höher. Der Weg wurde zu einem schmalen Pfad, der steil immer weiter nach oben führte und teilweise recht nah (für meinen Geschmack manchmal zu nah) an der Kante zur Felswand nach Croveo hinab (die Wand ist bei Kletterern recht beliebt) entlang zog.  

 Es mussten mal wieder ein paar rauschende Bäche bzw. kleine Wasserfälle gequert werden und überhaupt war es sehr, sehr nass und matschig – fast eine Sumpfwanderung. Ein weiterer Härtetest für unser Schuhwerk. (Ich bin sehr froh meine Gore Tex Wanderstiefel mit genommen zu haben, so weichen meine Füße nicht immer völlig auf). Kathi hatte schon bald ein Schwimmbad im Schuh… Nach etwas mehr als der Hälfte des Aufstiegs holten uns die Wolken ein. Die Steinhäuser wirkten in dem Nebel fast mystisch und hatten einen Touch von Irland.  

 Leider fing es kurz danach zu regnen an und wir erreichten ziemlich nass den Stausee Lago di Agaro. Hier konnten wir entscheiden: entweder kürzer, dafür erst noch etwas höher und dann sehr steil (und wahrscheinlich sehr rutschig) hinunter, oder aber länger, erst durch einen Tunnel und dann nur Straße. Wir entschieden uns für Tunnel und Straße. Der Tunnel führt vom Stausee knapp 2 km lang Richtung Ausone. Vor dem Betreten drückt man einen Schalter, der das Licht anschaltet und man hat dann 30 min. um durch den Tunnel zu gelangen.  


   War zwar etwas feucht und kalt, aber ansonsten sehr gut zu laufen – schön eben. Im Anschluss ging es über Ausone, ein hübsches altes Walserdorf hinunter nach Goglio. Eigentlich wollten wir von dort den Bus nehmen, der hätte aber noch gedauert und wir sind wir schon mal weiter Richtung Croveo. Unterwegs probierte Kathi ihrem magischen Auto-Stop Daumen und wir wurden sofort von einer Frau mit Hund bis Baceno mitgenommen.
Ein guter Tag – ich habe sogar beim Aufstieg eine kleine Bergkristallspitze gefunden 🙂

Baceno – Lago di Agaro ca. 12 km +950 Hm / -700 Hm unterwegs 5 1/2 Std.

2 Comments for “17. Tag Wer rastet, der rostet”

says:

immerhin gibt es heutzutage licht, als ich da das erste mal durch bin, gab es noch keins. der tunnel hat nen knick, irgendwann sieht man nix mehr…. das war ein spass mit 3 kindern!

ctadmin

says:

Na, ich hoffe Ihr hattet zumindest Taschenlampen dabei. Wir hatten aber trotzdem Schiss, dass mittendrin das Licht ausgeht…