26. Tag: Cuneo – Novara

Nach dem Frühstück ging es zum Bahnhof, um schon mal bis Novara zu fahren. Die Zugfahrt führte uns durch die Po-Ebene / Bassa. Am Rand ließen sich noch die Berge erkennen, ansonsten war es flach – sehr flach. Feld reihte sich an Feld, zwischendrin große und noch größere Bauernhöfe oder wohl treffender Landgüter. Gelegentlich unterbrochen von dem einen oder anderen Ort. In der Gegend um Novara wird sehr viel Reis angebaut und die gefluteten Felder locken anscheinend viele Vögel an. So konnte ich vom Zug aus vom Greifvogel, über haufenweise Seidenreiher bis hin zum ‚heiligen Ibis‘ (die heißen wirklich so und ansonsten gibt es die nur in Afrika) diverse Vögel erspähen.

Da die letzten B&Bs eher schwer zu finden waren wegen mangelnder Schilder, keinem oder anderem Namen auf der Klingel etc., hatten wir uns diesmal für ein Hotel entschieden. Das wiederum gehörte zum obskursten, was uns in letzter Zeit untergekommen ist. Von Außen ein häßlicher 80er Jahre Bau, von Innen ein in die Jahre gekommener, bemüht aber nicht geglückter englischer ‚Plüschschloßstil’ erweitert um eine Sammlung alter Uhren, Schreibmaschinen und Fussballwimpel. Das Zimmer mit weißen Schleiflackmöbeln (sowas habe ich in der Tat das letzte mal beim Schüleraustausch in England gesehen) und ein Bad in rosa Marmor mit Vollplastik-Fertig-Duschkabine. Nun ja, die Klimaanlage funktionierte gut und das war bei den 30 Grad draußen nicht zu verachten. Nachmittags erkundeten wir dann Novara. Die Altstadt lädt zum Bummeln ein. Schöne alte, klassizistische Häuser und gepflasterte Gassen ließen die Zeit schnell vergehen.

Neben einer Reihe von Kirchen und einem Dom, gab es auch wieder Erinnerungsorte für die Partisanen zu besuchen.

Distanz: 16 km

Cena: Pizza Rucola (Tina) – Risotto Gauziano (Björn)