9. Tag: Passo della Rossa

Gemeinsam mit den Nachbarn wollten wir heute eine eher kurze Tour machen: einmal von der Alpe Devero zum Passo della Rossa. Ok, es sind dann doch für uns 6 Stunden geworden und für die Nachbarn sogar 8.

Vom Devero ging es zunächst mal wieder steil durch Wald nach oben. Aber schon bald blieben die Bäume zurück. Das Gelände blieb steil, wurde aber felsiger und verlief an einem plätschernden Bach entlang.

Nach einer Rast auf der Piana Rossa, einer malerischen Hochebene auf der früher Ziegen weideten, nahm die Steilheit noch mal deutlich zu. Nach einem kurzen, kräftigen Aufstieg änderte sich die Landschaft erneut: es wurde blockig. Große Felsblöcke säumten den Weg und schon bald konnten wir die Eisenleiter erahnen, die als Schwierigkeit im Wanderführer erwähnt wurde. Die erwies sich aber als eher unspektakulär, dafür mussten wir zwischendurch immer wieder mal Hand an den Fels legen, um eine Felsstufe zu überwinden.

Nach der Kraxelei erreichten wir den Bocca della Rossa (2392 m) und wieder änderte sich die Landschaft: zwischen runden, glattgeschliffenen Felsen tümten sich große und kleine Felsblöcke. Wunderschön. Der weitere Weg war gut markiert und führte mal wieder über einige ausgedehnte Schneefelder.

Da der eigentliche Passo della Rossa nicht aufrauchte, beschlossen wir umzudrehen. Hilmar und Benicio wollten weiter und über den Passo di Crampiolo absteigen. Unser Abstieg ging fix und eh wir uns versahen standen Café, Arranciata und Torta auf dem Tisch. Nachdem die anderen uns berichteten, wie ihr weiterer Weg verlaufen war (noch mehr Schneefelder und ein langer Abstieg über nerviges Geröll), waren wir froh umgedreht zu sein. Benicio meinte auch „die“ Wanderung würde er nicht noch einmal machen… Aber er hat sich ja wacker geschlagen.

Unterwegs: 6 Std. Rauf & Runter: 850 Hm