Am letzten Tag widmen wir uns den ausgetretenen Touristenpfaden. Wir fahren ins Mosteiro dos Jerónimos nach Belém. Vor vielen Jahren konnten wir noch einfach so ins Kloster und die Kirche gehen. Heute gibt es lange Schlangen, aber das Ganze ist hervorragend organisiert und trotz der Massen verteilen diese sich gut und sind noch immer sehr beeindruckend. Zwischenzeitlich auch recht belustigend, was für einen Aufwand (Kleider, Inszenierung etc.) dort einige für ihre perfekten Fotos betreiben.
Pastéis de Nata essen wir aber lieber nicht an ihrem Geburtsort (hier heißen sie dann Pastéis de Belém), sondern woanders – die Schlangen sind einfach zu lang.
Anschließend fahren wir ins Museu do Tesouro Real (Königliche Schatzkammer), was schon wegen seiner Aufmachung einen Besuch wert ist. Alle Besucher werden durchleuchtet und betreten dann einzeln durch eine Sicherheitsschleuse eine Art Tresor. Das Ganze ist irgendwie witzig, auch wenn das Zeug (diamantbesetzte Orden, Diademe, Goldmünzen, haufenweise Geschirr aus massivem Silber etc.) im Tresor uns eher nicht so anspricht, aber wertvoll ist es allemal …







Weil er direkt nebenan bzw. letztendlich der andere Teil des Gebäudes ist, besuchen wir auch noch den Palácio Nacional da Ajuda, den ehemaligen Königspalast. Eine schier endlose Aneinanderreihung von pompösen, dunklen und vollgestopften Räumen und Sälen. Unter anderem auch ein riesiger Saal mit Platz für ein Bankett für 180 Personen. Hier werden nach wie vor vom Präsidenten noch amtliche Zeremonien abgehalten. Dann reicht es aber auch mit Sightseeing. Die Straßenbahn zurück ist rappelvoll – anscheinend haben auch alle anderen Touris Bélem abgearbeitet.





Mittlerweile ist es so spät, dass wir uns nach einem schnellen Provianteinkauf bei unserer Lieblingspastelaria Milorde für den Flug morgen direkt zum Essen begeben. Wir gehen ins Penalva da Graça, ein ursprüngliches Fischlokal, und werden in ein kleines, fensterloses, kreisrundes Zimmer mit 5 Tischen geschickt. Sehr skurril, aber der Fisch – Robalo (Wolfsbarsch gegrillt) und Carapau (kleine Bastardmakrelen, die wie Sardinen frittiert werden) – ist sehr gut. Nach und nach ist auch hier hinten jeder Tisch besetzt, und wir kommen fast nicht wieder raus. Noch ein letzter Wein im lauschigen Hinterhof im Hotel. Morgen geht es dann zurück. Die Umstellung von knallblauer Himmel bei 22 Grad auf 100% Regenwahrscheinlichkeit bei 13 Grad wird uns wohl nicht ganz so leicht fallen…





















































































































































































































































































































