Heute steht uns eine lange bzw. die längste Etappe bevor. Darum suchen wir bereits um Punkt 8.00 Uhr (früheste Möglichkeit) den Frühstücksraum auf. Wir sind nicht die einzigen, die früh los wollen und anscheinend wandern alle den Fischerweg. Außerdem scheinen alle außer uns einen Gepäcktransfer zu nutzen. Zumindest stehen vor der Rezeption diverse Koffer zur Abholung bereit. Darum laufen hier auch so viele mit kleinen Rucksäcken rum. Ich habe mich immer schon gefragt, wie die das schaffen…





Zunächst geht es parallel zu einer Landstraße für einige Kilometer aus dem Dorf. Die Straße ist kaum befahren und die Sonne noch nicht sehr stark. Hin und wieder kommen uns Jogger entgegen. Die Strecke scheint da ganz beliebt zu sein. Ansonsten ist vor und hinter uns niemand in Sicht. Wieder mal sind wir froh von Süd nach Nord zu laufen. Sie Straße bringt uns an einen kleinen Hafen und dahinter über steile Treppen hinauf auf die Klippen. Dort oben stossen wir auf Angler, die 30-50 Meter über dem Wasser sitzen und von den Klippen Angeln. Zwischenzeitlich wird mir Angst und Bange, wenn sie sich so über den Abgrund beugen und Björn fragt sich die ganze Zeit, wie sie die Fische wohl hoch bekommen, wenn sie etwas gefangen haben. Kurze Zeit später landen wir in einem Radrennen bzw. der Fischerweg verlauft ein Stück auf der gleichen Strecke wie ein ein Mountainbike Rennen. Ein bisschen lästig, da nur kurz von hinten geschrien und dann vorbeigeprescht wird. Der ein oder andere bedankt sich aber auch, dass wir so brav beiseite springen. Wir kommen noch am Leuchtturm vorbei dann macht einen Schlenker ins Landesinnere wo es eine Snackbar gibt. Diese ist extrem gut besucht, da nicht nur Dutzende Wanderer*innen dort Rast machen sondern anscheinend auch eine Art Dorffest stattfindet. Alle weiblichen Angehörige einer Großfamilie von der Großmutter bis zur Enkelin sind im Service involviert. Es dauert ein bisschen, aber dann bekommen wir unsere Toastas. Mein Toast Frango (mit Huhn) besteht zwar aus mehr oder minder allem was ungesund ist (getoastetes Weißbrot mit Mayonnaise und oben zerlaufener Butter drauf), aber ist saulecker. Für ein besseres Gewissen sind auch Tomaten und ein paar Salatblätter mit drauf. Da heute anscheinend der Tag der langen Leitung ist, fällt mir auch erst in Nachhinein ein, dass es das Süßkartoffel Fest ist, wofür überall Plakate hängen. Nach Cavaleiro folgen 6 Kilometer Sand.
Am Anfang noch ganz angenehm im Wald, dann aber immer feiner in den Dünen. Was für ein mühevolles Gehen. Wir fühlen uns wie bei einer Sahara Durchquerung. Zumal der Sand orangerot ist und es auch wieder ganz schön warm ist. Trotzdem kommen wir schnell voran und sind vor der erwarteten Zeit in Almograve. Am Strand stecke ich meine Füße ins Wasser. Danach geht es in Flip Flops zu unserer Unterkunft. Es ist ein ganzen Haus. Unten ein Gemeinschaftsraum, Küche und Hinterhof und oben drei Zimmer, die alle einzeln vermietet werden. Außerdem gibt es eine Waschmaschine. Schnell eine Kurzwäsche an und kurze Zeit später hängt die Wäsche auch schon im Hof zum trocknen. Der Himmel wird dunkel und es beginnt zu grummeln. Es scheint ein Gewitter zu kommen. Ein Großteil der Wäsche ist schon trocken. Der Rest ziert nun die Deckenlampe in unserem Zimmer. Eine optische Verschlechterung ist das mal nicht…





Wir essen Nepalesisch. Der Laden ist sehr gut besucht und das Essen mehr als reichlich. Danach rollen wir zurück. Die dunklen Wolken haben sich verzogen, Regen gab es doch nicht. Leider ist das Haus extrem hellhörig, so dass es mit der Nachtruhe nicht ganz so optimal läuft…
Zambujeira do Mar – Almograve: 21,5 km – 5.21 Std. – 200 hm rauf / 200 hm runter














































































































































































































































































































































