Dritter Segeltag
Es ist zwar bewölkt, aber Wind gibt es nicht. Also mit Motor nach Faaborg. Unterwegs können wir in der Ferne ein paar Robben auf ihren Felsen Sonnenbaden sehen und auch die Flosse eines Schweinswals kommt kurz in Sicht. In Faaborg manövrieren Lutz und Laura das vergleichsweise große Boot/Schiff an einen winzigen Steg um rund 1000 Liter Diesel zu tanken. Sehr beeindruckendes Fahrmanöver. Insbesondere Anbetracht der Karambolagen und Fast-Zusammenstöße der anderen kleineren Schiffe/Boote, die wir beobachte können. Auch die Engelina wird von einem anderen Tradi-Segler gerammt. Außer einem Lackschaden zum Glück nichts passiert, aber Lutz Laune hat es sehr verschlechtert.




Björn und ich statten nach dem Einparken am Liegplatz dem (laut Laura und Lutz und unserer Erfahrung vom letzten Mal) besten Bäcker Dänemarks einen Besuch ab und genießen Törtchen und Cortado. Traumhaft und die Auswahl ist unglaublich. Danach lassen wir uns durch die kleinen Gässchen treiben. Faaborg ist entzückend und definitiv einen Besuch wert. Vor dem Essen husche ich noch ins Havnebad. Dort begann bei unserer letzten Tour meine Leidenschaft fürs Schwimmen in der Ostsee. Diesmal mit ein paar Wellen, die dazu einladen auf dem Rücken vor sich hinzudümpeln. Nach dem Abendessen gehe ich nochmal hin. Mittlerweile ist es windstill und das Wasser komplett glatt. Mit dem Blick auf die umliegenden Inseln eine bezaubernde Abendstimmung. Frisch geduscht und tiefenentspannt noch Sonnenuntergangsbetrachtung von der Engelina aus und ab in die Koje.




Vierter Segeltag
Früh aufgewacht und die frühe Stunde genutzt, um zum Havnebad zu gehen. Noch kein Mensch da. Die Ostsee liegt spiegelglatt vor mir und ich gleite ins Wasser. Eine schönere Art in den Tag zu starten kann ich mir gerade nicht vorstellen. Björn hatte sich gestern, nachdem unsere Mitfahererinnen spitz bekommen haben, dass er Yogalehrer ist, darauf eingelassen um 8.00 Uhr eine Yogastunde zu geben. Als Übungsort war das Havnebad auserkoren worden. So brauche ich nur aus dem Wasser steigen und mich zu den anderen gesellen. Anscheinend ist unser Yogatrupp ein seltener Anblick, das lassen zumindest die vielen erstaunten Blicke der Dänen erahnen. Im Anschluss Frühstück und ablegen. Es ist erneut kein Wind angesagt und so soll es nur nach Lyø gehen. Unerwartet frischt es dann aber doch auf, wir setzen die Segel und und kreuzen einige Male bis wir punktgenau den Hafen erereichen. Somit wird es doch noch ein schöner Segeltag mit einigen Segelmanövern.




Im Hafen werden dann die Segel wieder eingepackt. Die Klüver sind diesmal etwas widerspenstig, verlangen uns was ab und Ich bin schweißgebadet. Derweil ist ein Taucher unter uns auf Schollenjagd. Nach dem Ankerbier (bzw. Getränk) machen wir unseren Landgang.
Lyø hat sich nicht verändert. Schöne, zum Teil sehr alte Fachwerkhäuser. Ein Cortado im Café, ein Eis aus dem Købmansladen und Marmelade vom Stand vorm Bauernhof. Damit haben wir im Grunde die gesamte lokale Infrastruktur genutzt. Noch ein wenig durchs Naturschutzgebiet. Dabei entdecken wir einen Seeadler. Danach das übliche Abendprogramm. Schwimmen, Duschen, Abendessen, Sonnenuntergang – diesmal besonders schön mit den Silhouetten der verschiedenen Segelboote in der Lagune.



































































































































































































































































































































